Hallo zusammen und einen schönen Tag,
ich hoffe, Ihr könnt mir bei der Identifizierung eines kleinen niederländischen Silber-Pillendöschens weiterhelfen.
Ich sammle seit vielen Jahren historisches Silber und habe bereits einiges zu den Punzen recherchiert. Inzwischen bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich mit den öffentlich zugänglichen Quellen nicht mehr weiterkomme.
Das Objekt
Niederländisches Silber-Pillendöschen
Gewicht: 17,7 Gramm
Maße:
Höhe: 4,4 cm
Breite: 3,8 cm
Tiefe: 2,2 cm
Erhaltungszustand: sehr gut, lediglich die Punzen sind teilweise etwas berieben.
Die Punzen
Ich habe bisher folgende Punzen gefunden:
Meistermarke, die ich derzeit als N&R lese. Das mittlere Zeichen könnte allerdings auch eine Ligatur oder ein Trennzeichen sein.
Schreitender Löwe über der Ziffer 2
Minervakopf
Großer Buchstabe D auf der Innenseite des Deckels.
Meine bisherigen Erkenntnisse
Nach allem, was ich bislang recherchieren konnte, handelt es sich eindeutig um niederländisches Silber.
Der Löwe mit der Ziffer 2 dürfte die niederländische Feingehaltspunze für 833/1000 Silber sein.
Der Minervakopf bestätigt die amtliche niederländische Beschau.
Beim Minervakopf glaube ich im Helm noch den Rest eines Buchstabens A erkennen zu können. Falls das zutrifft, müsste das Prüfamt Amsterdam gewesen sein. Da die Punze allerdings etwas berieben ist, bin ich mir hier nicht sicher.
Auf der Innenseite des Deckels befindet sich außerdem ein großer Buchstabe D. Nach den Tabellen auf Zilver.nl könnte dieser möglicherweise als niederländischer Jahresbuchstabe dem Jahr 1838 entsprechen. Ob das tatsächlich der offizielle Jahresbuchstabe oder vielleicht doch nur eine Werkstatt- oder Montagemarke ist, konnte ich bislang nicht klären.
Meine Fragen
Mich würden insbesondere folgende Punkte interessieren:
Lese ich die Meistermarke richtig als N&R?
Kann jemand den Hersteller oder Silberschmied identifizieren?
Ist das D tatsächlich der niederländische Jahresbuchstabe für 1838, oder handelt es sich um etwas anderes?
Erkennt Ihr im Minervakopf ebenfalls den Buchstaben A für das Prüfamt Amsterdam?
Passt die Form des Pillendöschens stilistisch überhaupt zu einer Herstellung um 1838 oder würdet Ihr es später datieren?

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Für jede Hilfe, Literaturangabe oder einen Hinweis auf den Hersteller wäre ich Euch sehr dankbar.
Vielen Dank im Voraus!
Viele Grüße

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