Moin liebes Forum,
immer, wenn ich Mittwochs "Aktenzeichen XY" nebenbei am Laufen habe, fallen mir meine eigenen "Cold Cases" ein...
Habe hier eine Mischtechnik auf stabilem Karton, Aquarelltechnik?, von Albert Wigand aus 1913. Das Werk habe ich vor über 20 Jahren in einer Onlineauktion erworben.
Insgesamt war das Werk leidlich ramponiert, starke Randverfärbung, wohl durch nicht säurefreies Passepartout, Kratzer und Farbverluste durch eine zerborstene Verglasung im Rahmen und rückseitig
"weiteres Werk von deutlich jüngerer Hand..."
Kurz nach der Auktion erhielt ich eine spannende Mail von unbekannt mit dem Hinweis
"es handele sich bei dem Werk um die Hälfte eines Wigand-Werks, welches um 1990-2000 bereits in einer Auktion angeboten wurde, jedoch durchgefallen ist..." . Leider war keine weitere Kontaktaufnahme zum Absender damals möglich.
Nach Ausrahmen und meiner Beurteilung - oben, rechts und unten (von vorn gesehen) einigermaßen unegal beschnittene Pappe, linksseitig geknickt, ausgefranst, gebrochen - klang für mich glaubhaft. Damals, nach einigem Suchen, hatte ich auch eine Auktion gefunden: "Stillleben mit zwei Krügen und Äpfeln, 1913, 64 x 45 cm, Aufrufpreis 6.000 DM" - ohne Abbildung - (meine alten Notizen dazu) aber leider finde ich diese Auktion heute nicht wieder.
Aber hier erst einmal das Werk:

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Vielleicht hat hier jemand Tipps, kennt vllt. das Gesamtwerk bzw. die fehlende linke Hälfte, findet die Auktion von damals oder hat sogar noch die fehlende Hälfte...
Bin dankbar für jeden sachdienlichen Hinweis an mein Aufnahmestudio...
Gruß Bernd