Kann mir jemand mit diesem Ring weiterhelfen? Korallencabochon und viel Dreck an der Unterseite. 2 cm Durchmesser, für einen Frauenring also viel zu groß. 17 g auf meiner Waage.
Mein verstorbener Partner hat ihn vor rund 20 Jahren in Tibet oder Ladakh gekauft.
Ich danke allen, die mein Wissen erweitern.
Ring aus Tibet
Du hast auf dem Flohmarkt, im Keller oder auf dem Dachboden einen Gegenstand gefunden und weißt nicht, was es ist?
Du hast ein "Schnäppchen" ergattert, aber kannst es nicht zuordnen?
Dann bist du hier genau richtig! Zeig deine Fundstücke der Community und lass dich überraschen! 
Forumsregeln
Damit das Forum übersichtlich und hilfreich bleibt, beachtet bitte folgende Regeln:
Konstruktive Beiträge: Teilt eure Kenntnisse und Erfahrungen zu unbekannten Fundstücken.
Hilfsbereitschaft: Helft anderen Mitgliedern mit Rat und Tat bei der Bestimmung ihrer Funde.
Respektvoller Umgang: Achtet auf einen freundlichen und höflichen Umgangston.
Keine Werbung: Verzichtet auf werbliche Beiträge und Links.
Bildqualität: Stellt bei Anfragen zur Bestimmung bitte aussagekräftige Bilder bereit.
So sorgen wir gemeinsam für ein angenehmes und informatives Forum!
- 1211fusi Offline
- Neuling
- Beiträge: 1
- Registriert:Montag 21. September 2026, 18:30
- Reputation: 1
-
- Chrispie74 Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 1010
- Registriert:Sonntag 1. August 2021, 22:37
- Reputation: 2133
Ring aus Tibet
Hallo und willkommen!
Ein schöner Ring – was genau möchtest Du denn wissen? Es kann gut ein Männerring sein, in der Himalaya-Region tragen auch Männer Schmuck (wie auch im Orient und vielen Teilen Südasiens). Ringe, ein Ohrring, Armreife sind sehr üblich, auch als Talismane, um Wohlstand zu zeigen usw., häufig mit Türkis, Koralle und in Kombination der beiden. Das genaue Alter ist schwer zu bestimmen, denke ich, da sich Stil und Handwerk nicht sehr verändert haben. Könnte m.W. also deutlich älter sein als 20 Jahre. Aber bestimmt melden sich hier noch die Schmuckexperten...
-
- Pontikaki Verified Offline
- sehr erfahrenes Mitglied
- Beiträge: 3985
- Registriert:Dienstag 24. September 2019, 12:52
- Reputation: 6531
Ring aus Tibet
Moin Fusi, wie @Chrispie74 bereits gesagt hat, wird es schwierig das genaue Alter des Rings
festzustellen, da sich die traditionellen Fertigungstechniken in der Region kaum verändert haben.
Gibt es Stempel auf Deinem Ring, die auf das Metall schließen lassen? Vom Anblick her, würde ich
an eine Silberlegierung denken.
Der Ringkopf und die beiden Applikationen auf der Ringschulter sind in Gusstechnik hergestellt.
Die eigentliche Ringschiene dürfte geschmiedet sein. Die Ringweite spricht dafür, daß der Ring
für eine Männerhand gefertigt wurde. Das Dekor enthält klassische Elemente wie Zopfmuster,
der Unterrand nimmt das Eierstab-Motiv auf und die Kügelchen erinnern an die Technik der
Granulation.
Bei der eingefassten, muggelig geschliffenen Koralle handelt es sich um eine Bambuskoralle
(Familie Isididae).
Das Skelett dieser (ungeschützte) Korallenart kommt in der Natur in den Farben weiß, cremefarben,
beige oder blassgelb vor und läßt sich - aufgrund ihrer porösen Struktur - leicht einfärben.
Die übliche, kräftig rote Einfärbung soll die wertvolleren Edelkorallen - wie Sardegna-Korallen - imitieren.
Leider ist diese Einfärbung, wie auch bei Deinem Ring zu sehen, nicht besonders lichtbeständig,
und aus dem einstmals kräftigen Rot, wird im Laufe der Jahre ein bräunliches Orangerot.
Ich zeige hier Fotos eines solchen Bambuskorallenastes, der an der linken Seite dem Sonnenlicht
stärker ausgesetzt war und entsprechen verblasst ist:
festzustellen, da sich die traditionellen Fertigungstechniken in der Region kaum verändert haben.
Gibt es Stempel auf Deinem Ring, die auf das Metall schließen lassen? Vom Anblick her, würde ich
an eine Silberlegierung denken.
Der Ringkopf und die beiden Applikationen auf der Ringschulter sind in Gusstechnik hergestellt.
Die eigentliche Ringschiene dürfte geschmiedet sein. Die Ringweite spricht dafür, daß der Ring
für eine Männerhand gefertigt wurde. Das Dekor enthält klassische Elemente wie Zopfmuster,
der Unterrand nimmt das Eierstab-Motiv auf und die Kügelchen erinnern an die Technik der
Granulation.
Bei der eingefassten, muggelig geschliffenen Koralle handelt es sich um eine Bambuskoralle
(Familie Isididae).
Das Skelett dieser (ungeschützte) Korallenart kommt in der Natur in den Farben weiß, cremefarben,
beige oder blassgelb vor und läßt sich - aufgrund ihrer porösen Struktur - leicht einfärben.
Die übliche, kräftig rote Einfärbung soll die wertvolleren Edelkorallen - wie Sardegna-Korallen - imitieren.
Leider ist diese Einfärbung, wie auch bei Deinem Ring zu sehen, nicht besonders lichtbeständig,
und aus dem einstmals kräftigen Rot, wird im Laufe der Jahre ein bräunliches Orangerot.
Ich zeige hier Fotos eines solchen Bambuskorallenastes, der an der linken Seite dem Sonnenlicht
stärker ausgesetzt war und entsprechen verblasst ist:
Was Du damit meinst, ist mir nicht klar. Kannst Du das bitte zeigen?
SCHMUCK MACHT KUNST TRAGBAR
Marion Ongyert - Goldschmiedin/Elfenbeinschnitzerin -
Marion Ongyert - Goldschmiedin/Elfenbeinschnitzerin -
- Vergleichbare Themen
- Antworten
- Zugriffe
- Letzter Beitrag
-
-
- 3 Antworten
- 1965 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von olivia
-
-
-
- 4 Antworten
- 4677 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Muke
-
-
-
- 47 Antworten
- 16003 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Muke
-
-
-
- 5 Antworten
- 2241 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von rup Verified
-
-
-
- 4 Antworten
- 2893 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Heinrich Butschal
-
-
-
- 12 Antworten
- 7303 Zugriffe
-
Letzter Beitrag von Horrido-50
-