Moin Fusi, wie
@Chrispie74 bereits gesagt hat, wird es schwierig das genaue Alter des Rings
festzustellen, da sich die traditionellen Fertigungstechniken in der Region kaum verändert haben.
Gibt es Stempel auf Deinem Ring, die auf das Metall schließen lassen? Vom Anblick her, würde ich
an eine Silberlegierung denken.
Der Ringkopf und die beiden Applikationen auf der Ringschulter sind in Gusstechnik hergestellt.
Die eigentliche Ringschiene dürfte geschmiedet sein. Die Ringweite spricht dafür, daß der Ring
für eine Männerhand gefertigt wurde. Das Dekor enthält klassische Elemente wie Zopfmuster,
der Unterrand nimmt das Eierstab-Motiv auf und die Kügelchen erinnern an die Technik der
Granulation.
Bei der eingefassten, muggelig geschliffenen Koralle handelt es sich um eine Bambuskoralle
(Familie Isididae).
Das Skelett dieser (ungeschützte) Korallenart kommt in der Natur in den Farben weiß, cremefarben,
beige oder blassgelb vor und läßt sich - aufgrund ihrer porösen Struktur - leicht einfärben.
Die übliche, kräftig rote Einfärbung soll die wertvolleren Edelkorallen - wie Sardegna-Korallen - imitieren.
Leider ist diese Einfärbung, wie auch bei Deinem Ring zu sehen, nicht besonders lichtbeständig,
und aus dem einstmals kräftigen Rot, wird im Laufe der Jahre ein bräunliches Orangerot.
Ich zeige hier Fotos eines solchen Bambuskorallenastes, der an der linken Seite dem Sonnenlicht
stärker ausgesetzt war und entsprechen verblasst ist:

- DSC04415.webp (396.99 KiB) 10 mal betrachtet

- DSC04414.webp (301.68 KiB) 10 mal betrachtet
1211fusi hat geschrieben: ↑Montag 21. September 2026, 18:53
Korallencabochon und viel Dreck an der Unterseite
Was Du damit meinst, ist mir nicht klar. Kannst Du das bitte zeigen?