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  • pimpanelle Offline
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Beitrag von pimpanelle »

Guten Morgen,

meine Kollegin hat heute Morgen diese Teile mit zur Arbeit gebracht und jetzt rätseln wir, was die Stempel zu bedeuten haben.
Wir sind beide totale Laien auf dem Gebiet und hoffen, dass ihr uns weiterhelfen könnt. :grinning:

Das Set ist von den Gebrüdern Lipke aus Berlin. Dieser Stempel befindet sich auf allen Teilen, außer der Kanne.
Das Foto vom Gebrüder Lipke-Stempel stammt vom Milchkännchen; das andere Foto ist die Unterseite der (Mokka-?)Kanne. Dort ist ein Stempel mit "0 1" zu sehen sowie "15" und "JURS". Nach "JURS" kommt ein weiterer Buchstabe, der ist aber leider nicht vollständig und lässt sich nicht erkennen.

Kann jemand etwas dazu sagen? :slightly_smiling_face:
MK-IV.jpg
MK-IV.jpg (156.46 KiB) 1922 mal betrachtet
MK-III.jpg
MK-III.jpg (142.25 KiB) 1922 mal betrachtet
MK-II.jpg
MK-II.jpg (133.97 KiB) 1922 mal betrachtet
MK-I.jpg
MK-I.jpg (174.58 KiB) 1922 mal betrachtet
  • pimpanelle Offline
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Beitrag von pimpanelle »

Bei "JURS..." scheint es sich um die Berliner Metallwarenfabrik H. A. Jürst & Co. AG zu handeln.
Aber kann uns jemand sagen, was die daneben gestempelte 15 bedeutet?
  • Weinstock Offline
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Beitrag von Weinstock »

Das könnte 15 lotiges Silber sein. Entspricht einem Feingehalt von 937,5 o/oo.

In Deutschland hergestellte Silbergegenstände wurden aber seit 1888 mit 3 Stempeln gekennzeichnet: Halbmond und Krone für die Material-Angabe Silber, dazu der Feingehalt in Ziffern, z.B. 800, 835, 925.

Somit ist das hier älter. Gilt aber dann nur für die Kanne.

Beim Rest würde ich Angesichts fehlender Stempel auf versilbert wetten.

Im allgemeinen ist eine Durchmischung von derartigen Metallservicen nicht unüblich. Die hier gehören sanft geputzt, und dann ohne Blitz fotografiert.

Kommt irgendwo Messing durch?
Das letzte Hemd hat keine Taschen, aber die Freude des Sammlers liegt darin ein besonderes Stück eine Zeit sein Eigen zu nennen.
  • silberfreund Offline
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Beitrag von silberfreund »

Die Fa. Jürst hat m.W. nur versilberte Waren hergestellt. Die 15 bedeutet nicht 15 Lot, sondern ist eine Angabe für die Silberauflage.
MfG silberfreund
  • pimpanelle Offline
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Beitrag von pimpanelle »

Danke schonmal für die Rückmeldungen.

Silber ist es leider nicht.
Ich bin jetzt von Neusilber ausgegangen. Erkennbar ist auch, dass es an einigen Stellen leicht messingfarben durchscheint.

Handelt es sich dann auch um Messing?
Wenn es sich bei der 15 um die Silberauflage handelt, liege ich mit Neusilber falsch, oder?


(Die Teile sehen zur Zeit noch so mitgenommen aus, da meine Kollegin die Sachen erst gestern von ihren Vater bekommen hat, der sie ewig im Keller liegen hatte. Schick machen wollen wir sie natürlich später auch.) :slightly_smiling_face:
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  • nux Offline
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Beitrag von nux »

Hallo & willkommen :slightly_smiling_face:

mit Jürst hatten wir es hier schon öfter zu tun (wenn Du die Suchfunktion nutzt, kannst Du ältere Beiträge dazu ansehen) - das könnte daher schon Alpacca/Neusilber sein. Das wurde eben zwecks Gebrauch für Lebensmittel auch dünn versilbert, um da keinen Metallgeschmack zu machen. Aber, dieser Hersteller hat auch durchaus Messing/versilbert gemacht. Schau mal dort, die alte Anzeige [Gäste sehen keine Links]

Verschiedene Stempel sind da zu sehen [Gäste sehen keine Links] - und Infos zur BMF liefert das Netz auch so einige. Die 15 gibt m.E. die Menge verwendeten Silbers für das einzelne Objekt an. Anders als bei Bestecken, wo die 'Silberauflage' also 90er z.B. sich ja auf mehrere Teile bezieht [Gäste sehen keine Links]

Gebrüder Lipcke - das war ein weiterer Hersteller eben solcher 'versilberter Tafelgeräte' - wieder aus dem anderen Forum eine alte Anzeige mit bissl Info dazu [Gäste sehen keine Links]

Nachweisen lassen die sich schon 1876 im Berliner Adressbuch (vorher müsste man genauer gucken) "Gebr. Lipcke, Alfenide- u. Neusilberwaarenfabrik, Prinzenstr. 69." [Gäste sehen keine Links]

Alfénide ist so was ähnliches wie Neusilber; wurde in Frankreich erfunden.

Etwas mehr Geschichte? oder das Ende eigentlich. Aus: "Deutsche Goldschmiede-Zeitung, 1904 - Bd. 7 "Fern der Heimat verschied nach kurzem Kranksein im 78. Lebensjahre der Begründer und langjährige Chef der Neusilberwarenfabrik „Gebr. Lipcke", Berlin, Herr Carl Lipcke.
Und Goldschmiedekunst, Bd 27, 1904 dann:
"Aus der Firma Gebr. Lipcke ist Herr Karl Lipcke ausgeschieden und hat sich die Firma mit der im Jahre 1885 gegründeten Alfenidewarenfabrik v. d. Poppenberg & Schramm, Inh. Herr Hans Heismann, vereinigt."

Damit habt ihr auch einen groben Rahmen für eine Datierung.

Gruß
nux
  • pimpanelle Offline
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Beitrag von pimpanelle »

Wow, vielen lieben Dank für diese wahnsinnig ausführliche Antwort! :upside_down_face:
Da haben wir ja morgen einiges zu lesen und meine Kollegin wird sich freuen, dass sie ihren Vater was zu den Teilen sagen kann. :D
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