Hallo & willkommen
mit Jürst hatten wir es hier schon öfter zu tun (wenn Du die Suchfunktion nutzt, kannst Du ältere Beiträge dazu ansehen) - das könnte daher schon Alpacca/Neusilber sein. Das wurde eben zwecks Gebrauch für Lebensmittel auch dünn versilbert, um da keinen Metallgeschmack zu machen. Aber, dieser Hersteller hat auch durchaus Messing/versilbert gemacht. Schau mal dort, die alte Anzeige
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Verschiedene Stempel sind da zu sehen
[Gäste sehen keine Links] - und Infos zur BMF liefert das Netz auch so einige. Die 15 gibt m.E. die Menge verwendeten Silbers für das einzelne Objekt an. Anders als bei Bestecken, wo die 'Silberauflage' also 90er z.B. sich ja auf mehrere Teile bezieht
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Gebrüder Lipcke - das war ein weiterer Hersteller eben solcher 'versilberter Tafelgeräte' - wieder aus dem anderen Forum eine alte Anzeige mit bissl Info dazu
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Nachweisen lassen die sich schon 1876 im Berliner Adressbuch (vorher müsste man genauer gucken) "Gebr. Lipcke, Alfenide- u. Neusilberwaarenfabrik, Prinzenstr. 69."
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Alfénide ist so was ähnliches wie Neusilber; wurde in Frankreich erfunden.
Etwas mehr Geschichte? oder das Ende eigentlich. Aus: "Deutsche Goldschmiede-Zeitung, 1904 - Bd. 7 "Fern der Heimat verschied nach kurzem Kranksein im 78. Lebensjahre der Begründer und langjährige Chef der Neusilberwarenfabrik „Gebr. Lipcke", Berlin, Herr Carl Lipcke.
Und Goldschmiedekunst, Bd 27, 1904 dann:
"Aus der Firma Gebr. Lipcke ist Herr Karl Lipcke ausgeschieden und hat sich die Firma mit der im Jahre 1885 gegründeten Alfenidewarenfabrik v. d. Poppenberg & Schramm, Inh. Herr Hans Heismann, vereinigt."
Damit habt ihr auch einen groben Rahmen für eine Datierung.
Gruß
nux