Hallo zusammen,
- uff, das ist ja wieder eine harte Nuss, die du uns da auf den Teller legst, horsa...
mein erster Gedanke war: das ist einer der drei Weisen aus dem Morgenland..? Aber vielleicht liege ich auch völlig falsch?
ich halte mal fest, was mir auffällt:
- ein Fragment eines Reliefs, möglicherweise mit architektonischer Einbindung (? über der Figur - eine Säule?)
- ein Mann in antikisierendem Gewand, mit einer Art Turban auf dem Kopf...
- offenbar steht er vor etwas, was einThron sein könnte (? - mit der Muttergottes?)
- den "Ohrschmuck" würde ich für die Haarfrisur halten, eine Art Prinz Eisenherz mit Außen
welle...
- die Armreifen nicht afrikanischer Schmuck, sondern Würdezeichen (muss sich natürlich nicht ausschließen..)
- Gewandfalten: das, was im letzten Bild irgendwie zerfranst oder stammeskunstartig anmutet ist imho einfach eine Abplatzung; eigentlich ist der Gewandsaum viel regelmäßiger
- Schiefer glaube ich nicht, das wäre zu blätterig zum Bearbeiten.. eher eine Art Kalkstein
- die Bearbeitung ist recht grob - trotzdem meine ich eine physiognomisch-individuelle Charakterisierung zu sehen; einen Schnauzbart (?) und Doppelkinn..
Ich lehne mich jetzt mal sehr weit aus dem Fenster:
keine Strenge und/oder Stilisierung wie im 12 Jht, keine hochgotische Eleganz, jedoch: die Figur wirkt etwas hölzern, tritt aber im Schulterbereich recht gedreht aus der Fläche heraus; außerdem, die Turbane gibt es bei den drei Königen recht spät (der Turbanträger als Vertreter Asiens so ab dem 14. Jht); dazu passt auch die Frisur... später im frühen 15. ist es viel lieblicher und noch später noch lebhafter... also ich tippe mal auf das (evtl. spätere) 14. Jht... und auf einen kleineren Meister...
Kunstlandschaft? keine Ahnung...
Grüße
thal