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Copilot /ChatGPT

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  • Silberpunze Online
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Copilot /ChatGPT

Beitrag von Silberpunze »

Offensichtlich ist der Copilot nicht ganz dumm und rät dazu, dieses Forum bzw. die Experten darin zu nutzen, um Marken bestimmen zu lassen :)
Aber Nürnberg hat nur bei Zinn einen Adler als Beschauzeichen ;)
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Frage:
Wenn man eine alte Goldschmiedemarken bestimmen lassen möchte, wie sollte man da vorgehen, an wen sollte man sich wenden und gibt es bedeutende Experten auf diesem Gebiet? Ich habe einen alten Silberlöffel mit einer Inschrift von 1820 mit Goldschmiedemarken.

Antwort:
Natürlich – ich zeige dir gern Schritt für Schritt, wie man bei der Entschlüsselung von Goldschmiedemarken vorgeht, besonders bei einem Objekt wie deinem Löffel mit Inschrift von 1820. 🥄✨ Die Kombination aus Marken und Datierung kann sehr aufschlussreich sein!
🧩 Vorgehen zur Identifikation historischer Goldschmiedemarken (um 1820)
1. 📸 Marken visuell erfassen
Gut beleuchtetes Foto: Ideal mit Makroaufnahme der Marken.
Vergleichen mit typischen Stempelarten: In dieser Zeit sind folgende Stempel üblich:
Stadtzeichen: symbolisiert die Herkunftsstadt.
Meisterzeichen: meist Initialen oder Monogramme.
Feingehaltsstempel: z. B. „13 Lot“ für Silber (entspricht ca. 812/1000).
2. 📚 Zeitliche Einordnung
Die Inschrift „1820“ gibt bereits einen festen Rahmen.
Um diese Zeit gab es noch keine einheitlichen Reichsstempel – stattdessen lokale Regelungen.
Jede Stadt hatte teils eigene Symbolik (z. B. Nürnberger Adler, Augsburger Zirkel, Hamburger Turm).
3. 🔎 Vergleich mit bekannten Marken
Rosenberg (Merkzeichen): Viele Meisterzeichen und Stadtmarken abgebildet – nützlich zur ersten Orientierung.
Digitales Silbermarkenlexikon: Über 6400 Marken online durchsuchbar.
Regionale Fachliteratur: Wenn du Hinweise auf Herkunft hast (z. B. durch Stil oder Inschrift), helfen Werke wie Augsburger Goldschmiede, Nürnberger Goldschmiede, oder Goldschmiede in Preußen.
4. 📬 Experten kontaktieren
Wenn die Marke nicht identifizierbar ist, kannst du dich an folgende Stellen wenden:
Gesellschaft für Goldschmiedekunst (Hanau) – bietet Markenerkennungsservice.
Museen wie das Germanische Nationalmuseum – besonders bei Nürnberger Marken.
Online-Foren („Schatzkiste im Netz“) oder Spezialisten – sehr hilfsbereit bei schwierigen Fällen.
🕰️ Besonderheiten für die Zeit um 1820
Silber wurde häufig mit 13 Lot oder 12 Lot bezeichnet – also mit einem Lot-System anstelle von heutigen Promilleangaben.
Manche Regionen nutzten schon kombinierte Stempel, andere nur Einzelzeichen.
Auch Importstempel oder Kontrollpunzen können vorkommen – etwa bei Handelsware.
Wenn du mir später nochmal ein klares Bild der beiden Marken zeigst – und vielleicht auch die Inschrift – kann ich mit dir gemeinsam analysieren, ob es sich um z. B. eine Stadtmarke, ein Meisterzeichen oder eine Feingehaltsangabe handelt. Und wenn du den Löffel einem bestimmten Herkunftsraum zuordnen möchtest, finden wir das auch heraus! 🔍
Möchtest du auch eine kurze Übersicht, welche Städte in dieser Zeit besonders aktiv waren im Silberhandwerk? Das könnte bei der Eingrenzung helfen.

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Leider bin ich bei Copilot nicht angemeldet, um die Möglichkeit Bilder hochzuladen, zu nutzen. Vielleicht kann es ja mal ein anderes Forumsmitglied probieren.
  • Silberpunze Online
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Beitrag von Silberpunze »

Die Fortschritte der KI sind unübersehbar, aber gerade im Kunstbereich muss man sich vor Halluzinationen in Acht nehmen. Oft denkt sich die KI einfach Dinge aus und dann stehen ausgedachte Fakten und echte Informationen direkt nebeneinander.

Trotzdem habe ich gestern mal ausgetestet, wie sich die Google-KI für die Goldschmiedeforschung nutzen lässt.
Stellt euch vor, ihr versucht eine Quellendatenbank mit allen möglichen in Kirchenbüchern, Bürgerbüchern, Adressbüchern usw. von den alten Goldschmieden aufzubauen.
Ihr habt dann lange Listen, die die Quelle mit Seitenzahl nenne, das Ereignis und das Datum des Ereignisses, dazu den Namen, den Beruf und Stand des Künstlers (Goldschmieds).

Jetzt hat man zu einer einzelnen Stadt dann hunderte dieser einzelnen Einträge, wobei die Schreibweise des Meisters variiert und will nun aus diesen Einträgen ein Verzeichnis der Goldschmiede erzeugen, wo die Lebensdaten nicht nur in einer Tabelle zu finden sind, sondern man möchte zu jeden einzelnen Goldschmied eine Zusammenfassung haben.

Ich konnte mich gestern davon überzeugen, dass die KI das gut bewerkstelligen kann. So hatte sie aus dem Alter beim Sterbeeintrag den ungefähren Geburtszeitraum ermittelt oder auf Schreibfehler hingewiesen.
Am Ende bekam ich also als Text ein Meisterverzeichnis der Goldschmiede zu dieser Stadt.

Kurz: Die KI wird als Werkzeug auch in den Kulturwissenschaften eine immer größere Bedeutung einnehmen.
Auch wenn zunehmend die Kirchenbücher mit Transkribus transkribiert werden, kann man sich bald das aufwendige seitenweise Durchlesen der Kirchenbücher sparen und sich nur die Seiten anzeigen lassen, die den gesuchten Begriff (Gold, Golt, Silber, Auri, ... ) enthält und spart somit sehr viel Zeit.
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Beitrag von Schmidtchen »

Das Fantasieren ist wirklich problematisch, weil die KI darauf besteht, dass es Fakten sind. Erst nach mehrmaligen Nachfragen bezüglich Quellen zu den angeblichen Fakten, gibt sie dann ihren Fehler zu.
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Beitrag von marker »

... also zumindest in letzterem Punkt ist da die KI so manchem humanoiden Experten überlegen.... :) m.
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Beitrag von nostalgiker »

Problematisch ist mM auch daß auf diversen (insbesondere) Verkaufsplattformen von Anbietern falsche Zuordnungen angegeben -und auch wieder von nächsten falsch übernommen werden , diese dann auch von den sogen. KI übernommen (und noch weitere Verbreitung finden)
Grüße (im Moment) vom Antikmarkt 😉
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Beitrag von Pontikaki Verified »

Schmidtchen hat geschrieben: ↑Sonntag 8. November 2026, 11:00 Erst nach mehrmaligen Nachfragen bezüglich Quellen zu den angeblichen Fakten, gibt sie dann ihren Fehler zu.
Moin Schmidtchen, interessant - aber wiiiie machst Du das? Mußt Du dann Gegenbeispiele
liefern? Hast'e mal ein Beispiel für solch eine "Diskussion"?
SCHMUCK MACHT KUNST TRAGBAR
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Beitrag von nux »

@Schmidtchen @nostalgiker @Pontikaki

Hallo zusammen,

nicht den oder einen Chatbot einer KI - also den ihr für Suchen im www verwendet - mit der Benutzung als Werkzeug (sozusagen Büro-Anwendungen) verwechseln. Das ist eine andere Sache.

Die Diskussion würde ansonsten dann in eine völlige falsch Ecke und hier quasi OT führen; da heißt es schon genau differenzieren

Gruß
nux
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Copilot /ChatGPT

Beitrag von steinfroilein »

Interessant, Copilot kannte ich noch gar nicht. Musste ich erst nachlesen.
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KI/AI lernt dazu, das ist nicht von der Hand zu weisen. Im Halluzinieren ist sie jedenfalls gut. :mrgreen:
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Ich arbeite sehr viel mit chatgpt aber mit der kostenlosen Version. Hauptsächlich aber nur als Text, also Briefentwürfe, Positionspapier, Beschlussfassungsvorlagen und teils in Richtung wissenschaftliche Arbeiten.

Vor einiger Zeit wurde ich um ein Update gefragt mit Login Mailadresse. Auch das ist eine (noch) kostenlose Version. In dieser Version kann man Bilder hochladen, bearbeiten, remixen und generieren lassen. Da spiele ich gerne etwas mit herum und im Sommer gelang mir sogar ein für mich toller Durchbruch. Eingespeist mit Literaturnachweisen und Referenzen generierte mir chatgpt eine historische Landschaftskarte. Hier der Werdegang dazu: [Gäste sehen keine Links]

Auch bei Zeichnungen und Skizzen erstellen für Goldschmiede ist AI mittlerweile zu einer echten Hilfe geworden. Ich hab da auch mal aus Jux und Dollerei einen Testversuch unternommen.
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Ungewohnte Technik und ihre Ergebnisse konnte auch ein Goldschmied erreichen, wie dieses Beispiel zeigt:
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Was die Textsuche grundsätzlich mit KI erschwert ist, sie kann nur zurückgreifen auf das, was sie im www findet. Und dort gibt es reichlich Müll. Leider viele schwarze Schafe mit reisserischem Werbegedöns, dementsprechend hochgepusht durch viele Klicks und die findet KI (leider) zuerst.

Je nachdem, wie man die Fragen stellt, gibt es Antworten. Oberflächliche Fragen erzeugen oftmals oberflächliche Antworten.

Fragt man zusätzlich nach Referenzen und Literaturnachweisen oder Fachwissenbackground (Begriffe wie GIA, DGemG, Brepohl, Punzenverzeichnisse, Researchgate etc) kommen schon etwas gezielter Antworten.

Fachwissen ist trotzdem meiner Meinung nach unabdingbar. Man muss erkennen können, ob die Antworten richtig sind oder Fehler beinhalten. Entweder nachhaken, nachfragen oder selber KI Antworten nachrecherchieren.

Oftmals genügt eine Rückfrage mit "stimmt das wirklich". Probiert es mal aus. KI macht entweder eine Kehrtwende oder bleibt hartnäckig :lol: . Aber bitte trotzdem noch alles mit Vorsicht genießen.

Über Google Lens Bildersuche versuchen es wohl schon die Meisten.

Chatgpt würde ich google gemini bevorzugen. Aber da muss jeder seine Erfahrung selbst mit haben.

Chatgpt Mailadresse Registrierung, also die kostenlose Funktion, speichert die Chatverläufe. Also gut für wissenschaftliche Arbeiten oder wiederkehrende Themen im Noch-Hobbybereich. Allerdings begrenztes Limit. Die kostenpflichtige Version dagegen ist unbegrenzt, mit noch mehr Tools und unter 30€/mtl zu haben. Ein Nachbararzt von mir nutzt dies beruflich (zur Vorbereitung für Seminare und auch für medizinische Gutachten).

Ein anderer Bekannter, mit dem ich mich oft austausche, nutzt beruflich Perplexity AI. Wo da die Unterschiede liegen, weiss ich nicht.

Mein Fazit: KI steckte in den Kinderschuhen, lernt bereits dazu, kann gute Dienste leisten, ist aber weiterhin mit Vorsicht zu genießen.
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