Liebe Spezialisten,
jüngst konnte ich einen Münzbecher mit norwegischem Viermarkstück von König Christians V. von 1686 erwerben, den Ihr hier seht.
Maße: Höhe 13 cm; oberer Durchmesser 9,5 cm; Gesamtgewicht 198 g. (Gravur auf dem Schaft: R. v. B 1880).
Bei der Münze handelt es sich um ein seltenes norwegisches Viermarkstück (Krone) König Christians V. von Dänemark und Norwegen (reg. 1670–1699), geprägt 1686 in Christiania (heute Oslo) unter Münzmeister Peter Grüner dem Jüngeren. (Münzreferenzen: Schou 17; Hede 55; NMD 92; Davenport 3663; KM 148.1; Bruun-10286), siehe
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Was mich aber beschäftigt, ist die Meisterpunze: ein ligiertes, kalligraphisch gestaltetes CK oder CH (?). Offensichtlich handelt es sich trotz der Münze nicht um eine norwegische Silberschmiedearbeit aus dem 17. Jahrhundert, sondern wohl viel eher um eine deutsche Arbeit des 19. Jahrhunderts. Ein Beschauzeichen fehlt leider.
Nun bin ich bei Scheffler: Goldschmiede Rheinland-Westphalens in Warburg auf einen gewissen HEINRICH CHRISTIAN KÖRTE (1823-1865) gestoßen, der ein ähnliches CK als Meisterpunze zu führen scheint (S. 985, Nr. 1292). Beschauzeichen scheinen damals in Warburg nicht üblich gewesen zu sein. Was meint Ihr, könnte das hinkommen?
Oder sollte der Becher ganz anders zugeschrieben werden?
Für jede Hilfe bin ich sehr dankbar!
Beste Grüße
homonovus

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