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Erbstück meines Bruders

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Erbstück meines Bruders

Beitrag von AnnetteK »

Mit der Größe kann ich es mir als Untersetzer/Ständer für Glas oder Flasche vorstellen.
Also mit dem Silber unten, als Fuß.
Diese Kreise auf der Hirschrose hätten damit auch einen Sinn.
Zuletzt geändert von AnnetteK am Mittwoch 5. August 2026, 11:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Erbstück meines Bruders

Beitrag von Pontikaki Verified »

gudrund hat geschrieben: Mittwoch 5. August 2026, 10:54 Wenn das Silberteil z.B. der Fuss wäre, vielleicht mal umgedreht auf plane Oberfäche stellen und schauen, ob es kippelt.
Tja, interessanter Gedanke. Zumal der Stempel - wenn die "Zähne" nach oben zeigen - auf dem
Kopf stünde. Meieieistens stempeln die Silberschmiede ja soherum, daß die Ausrichtung zeigt,
wierum das Objekt "zu lesen" ist.
Scheinbar hat Ella für das Stempelfoto (ganz am Anfang) ja die Montur für das Foto abgenommen
und dann umgedreht geknipst.
Vielleicht kommen von Ella ja noch Fotos von dem Silberteil ohne die Geweihrose?
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Erbstück meines Bruders

Beitrag von Heinrich Butschal »

Es ist richtig, dass das Horn innen mit einer Hohlraumstruktur gefüllt ist aber der Boden der Rose ist noch relativ dichter Knochen. Die Unterschiede sieht man hier ganz gut von oben und von unten. [Gäste sehen keine Links]
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Beitrag von Pontikaki Verified »

Heinrich Butschal hat geschrieben: Mittwoch 5. August 2026, 11:21 aber der Boden der Rose ist noch relativ dichter Knochen.
Ja, genauso ist's. Wenn die Zeit zum Abwurf kommt, verdichtet sich die Knochenstruktur
an der Abwurf-/Bruch-Ebene und nur die distalen Anteile der durchbluteten Trabekel-/Bälkchen-
Strukturen (Spongiosa) bleiben bestehen. Das arme Tier könnte sonst nach dem Abwurf verbluten.
-
Bei weiterem Nachdenken zur Gestaltung des Objekts und dem Gedanken, daß es auf dem Kopf
steht. Wenn das Foto des Innenraums nicht täuscht, dann ist es als Schale ausgehöhlt. Die Mühe
würde man sich aber nicht machen, wenn es nur der Sockelboden für ein Objekt wäre.
Auch der Gedanke, es könnte ein (umgedreht gezeigter) Gläser- oder Flaschen-Untersetzer sein,
passt dann nicht zur Form der Basis, die dann stellenweise schmaler als der Glasboden wäre.
Irgendwie, ham' wir's noch nich .....
Leider haben wir auch noch kein Foto der vermuteten Metallschürze an der (linken) Innenseite.
Und ja, bitte auch nochmal die Maße.
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Erbstück meines Bruders

Beitrag von Krimskrams »

Hallo!
Diese 2 Rosetten-Schalen ohne Silbermontur werden auch als Salieren bezeichnet (muss natürlich nicht stimmen).
Diese wurden aber von der anderen Seite aus ausgehöhlt.
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Sonst wurden die Hirschhorn-Rosen zB. auch zu Schnupftabakdosen verarbeitet, da ist durch das Drechseln die Optik des "Bodens" mit den Kreisen ähnlich.
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Hier u. a. auch als Aschenbecher verwendet (wiederum von der anderen Seite ausgehöhlt).
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Da wäre aber wahrscheinlich eine Ablage und passt ev. auch vom Alter her nicht. .

Liebe Grüße
Krimskrams
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Erbstück meines Bruders

Beitrag von Pontikaki Verified »

Ja, ich weiß schon: ein totes Pferd soll man nicht reiten. Aber ich denke immernoch über
Zweck und Alter dieses außergewöhnlichen Objekts nach. Und beim Betrachten der Fotos
ist mir jetzt noch etwas aufgefallen, was die Vermutung von "Silberpunze" bezüglich des
Alters (eher 20.Jahrhundert) stützt.
Man erkennt hier eine schartige Kante an der Kontur:
Screenshot 2026-08-06 at 13-45-21 Hirschhorn 10.webp (WEBP-Grafik 1047 × 1047 Pixel) - Skaliert (67%).webp
Screenshot 2026-08-06 at 13-45-21 Hirschhorn 10.webp (WEBP-Grafik 1047 × 1047 Pixel) - Skaliert (67%).webp (18.01 KiB) 40 mal betrachtet
und hier sind noch kräftige Feilstriche sichtbar:
Screenshot 2026-08-06 at 13-44-43 Hirschhorn 1.webp (WEBP-Grafik 1047 × 595 Pixel).webp
Screenshot 2026-08-06 at 13-44-43 Hirschhorn 1.webp (WEBP-Grafik 1047 × 595 Pixel).webp (59.51 KiB) 40 mal betrachtet
Ich denke, ein Silberschmied im 18.Jahrhundert hätte da sorgfältiger (nach)gearbeitet. (nur meine 2 Cent;-)
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Beitrag von Silberpunze »

Pontikaki hat geschrieben: Donnerstag 6. August 2026, 14:26 Ich denke, ein Silberschmied im 18.Jahrhundert hätte da sorgfältiger (nach)gearbeitet. (nur meine 2 Cent;-)
Wenn die Arbeit echt ist, dann wäre es nicht 18. Jh, sondern frühes 19. Jh. 1776-1782 war seine Lehrzeit. Ich weiß noch nicht, wann er gestorben ist.
Ich habe von diesem Meister eine Marke, die als Beschauzeichen [Elbing] hat und eine andere Variante des MZ.
Gut möglich, das es eine weitere Arbeit des Meisters ist, sofern es echt ist.
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Beitrag von nux »

Silberpunze hat geschrieben: Donnerstag 6. August 2026, 14:32 Gut möglich
dass es familiär evtl. noch einen quasi beruflichen Zusammenhang mit wie ja bekannt Marienburg als Geburtsort davor gibt ... mir ist eben noch, dass eine Textstelle gebookmarkt hatte, wo es um die Stadtmarken / das Zeichnen von Zinn und Zinngießer dort geht und man auch noch eine Namensvariante polnischer Art als Tocki dort findet - S. 82/83 [Gäste sehen keine Links]
"Meisterverzeichnisse sind nicht erhalten. Das Bürgerbuch gibt den Beruf nicht an. Aus den Kirchen­büchern und Lebensläufen der evangelischen St. Georgsgemeinde haben sich aber einige Meisternamen ermitteln lassen; es sind dies in alphabetischer Folge: ... ... Joh. Samuel Tocki 1708 - 1713, Johannes Totzki 1742, Bürger 5. Dezember 1737.
Möglicherweise passt dazu folgender genealogy-Eintrag: Johann Totzki, Ehefrau Elisabeth Marochin - Johann Totzki war Buerger un Mitmeister der Zinngiesser und Gerichtsbediensteter. Die Hochzeit war am 2.7.1750 in Marienburg. [Gäste sehen keine Links]

bei Hintze (bezieht sich auf den gleichen Autor) findet man beide auch als 'Tock' mit Meistermarken und Stadtzeichen Marienburg [Gäste sehen keine Links]
so dass ein Johann Gabriel Totzki als noch wieder Sohn (Enkel?) da vllt. seinen Stamm hatte ... und wenn er daher kam und evangelisch blieb, die Sorte Kirchenbücher zuerst so es sie für Elbing (noch) gibt
Silberpunze hat geschrieben: Donnerstag 6. August 2026, 14:32 weiß noch nicht, wann er gestorben ist.
in Elbing gab es ab 1825 eine Zeitung - ob da noch was sein könnte - ?? [Gäste sehen keine Links] - denn da sind auch geboren-gestorben-getraut / kirchliche Anzeigen drin, aber die Zeit hab ich grad nicht, die einzeln zu begucken; weiß nicht wie gut da die Suchfunktion in den djvu funzt
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