Hallo und Willkommen hier im Forum.
Normalerweise bekommt hier jedes Teil einen eigenen Beitrag, aber da es hier einen Zusammenhang gibt, kann man ruhig eine Ausnahmen machen
Der Löffel mit der 800 wird wohl 800er Silber sein. Viel mehr Informationen sind nicht zu entlocken.
Kommen wir nun zu den beiden Riesing (Löffel/Gabel) und dem Guttenhöfer-Löffel.
Du hast ja bereits die 13 erkannt, die tatsächlich in diesem Fall für 13-lötiges Silber steht (812,5/1000).
Die Besteckteile sind wohl in der ersten Hälfte - Mitte des 19. Jh. entstanden.
In zwei Fällen ist die 13 in der Stadtmarke (Beschauzeichen) integriert, welches nach Würzburg weist.
Es gab mehrere Goldschmiede in der Familie Guttenböfer, die im 19. Jh. tätig waren.
Joseph Guttenhöfer (vgl.[SCHEF M+N] Nr.94), Sohn des GS Johann Michael (Nr.86), er unterstützt seine Mutter nach dem Tod seines Vaters (+1803). Er weist 1804 sein Meisterstück vor. 1841 wird seine Witwe erwähnt.
Anton Guttenhöfer I ([SCHEF M+N] Nr.99), geboren in Würzburg am 1.5.1813, 1829/38 als Goldarbeiter genannt. 1852 wird seine Witwe erwähnt.
Anton Guttenhöfer II ([SCHEF M+N] Nr.117), weist am 30.9.1840 sein Meisterstück aus.
Zu Riesing:
Heinrich Riesing (vgl. [SCHEF M+N] Nr.110 #215),
wird am 1.9.1830 "außen allem Zunftverband aufgenommen", tritt 1836 zur Innung über, Gold- und Silberarbeiter.
Geschworner: 19.10.1839; 17.3.1840, 30.9.1840.
Gestorben vor 1846.