Servus zusammen,
das Gebiet ist vergleichbar mit dem Gesundheitswesen:
Das Volk ist in irgendeiner Not, ist krank, braucht Hilfe, Ansprechpartner.
Es wird ein Markt geschaffen, wo Hilfe angeboten wird, der Devotionalienmarkt.
Die Seelenärzte, Pfarrer und Kurie, wissen natürlich am besten,
welche Medizin bei bestimmten Anliegen besonders gut hilft.
Da gibt es alles für bzw. gegen die Modekrankheiten,
Vorlieben und Erfahrungen der gläubigen „Patienten“.
Und endlich komme ich zurück zur Ausstattung „unserer“ Madonna:
Sie ist vergleichbar mit einem „Breitband Antibiotikum“.
Es gibt noch eine andere Bezeichnung für dieses Phänomen,
das verbietet sich hier aber aus Gründen der Ehrfurcht.
Die bewährtesten, wundertätigsten Attributs- und Gestus-Zutaten wurden in einer Figur vereint.
Die Mode nicht zu vergessen.
Die Madonnen in den Wallfahrtsorten hatten eine noblere Garderobe als die gläubigen Frauen.
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Hier befassen wir uns jetzt nur mit den geschätzt tausend Erscheinungsformen Marias, der Mutter Gottes.
Der Heiligenhimmel der Gläubigen war voll von „Spezialisten“ für jegliche Not,
wie heute die Regale der Apotheken.
Verachten sollten wir aber die geistige „Medizin“ unserer Ahnen nicht.
Die positiven Auswirkungen von Placebos sind erkannt und anerkannt und
wer wünscht sich nicht Jemanden der ihm geduldig zuhört.

(Danke Euch)
Deine große Statue ist natürlich eine große Pille, die ein Pfarrer seiner großen
Gemeinde verschrieben hat, so eine stand nicht zu Hause im Herrgottswinkel herum,
sondern in einer Kirche, einem Kloster oder anderem religiösen Versammlungsort.
Ähem.
Kann es sein, dass ich etwas abgeschweift bin?
Sorry.
Wir werden nicht ergründen können, warum ausgerechnet diese Madonna
aus dem reichhaltigen Markt der Devotionalien ausgesucht worden ist.
Hauptsache sie hat gewirkt.
Grüße
von Lins