klozamatthias hat geschrieben: ↑Freitag 2. Januar 2026, 18:34
Rosenberg
das ist ein altes Buch mit zwar für damalige Verhältnisse schon bemerkenswerten Grundlagen und als Stichwortgeber für so Manches auch immer noch gut. Aber nicht für alles. Das Gesamtwerk ist alles andere als vollständig; vieles wusste der gute Mann damals einfach noch nicht, war (ihm) nicht bekannt.
Danach kommen viele Bände des Kunsthistorikers Wolfgang Scheffler
[Gäste sehen keine Links] - der zu Gold- und Silberschmieden und Beschauzeichen vor 1888 geforscht hat. Da S. 70 in einer Vorschau der Greif von Greifswald im Kreis
[Gäste sehen keine Links] - und dessen Forschung von anderen Menschen weiter geführt wird, so dass laufend neue Erkenntnisse hinzu kommen.
klozamatthias hat geschrieben: ↑Samstag 3. Januar 2026, 12:41
was für Feingehalt könnte es sein?
das ergäbe sich quasi von alleine, wenn die Stadtmarke identifiziert ist / wird. Die ja nur eingeschlagen wurde, wenn ein Beschaumeister den eben in jener Stadt geltenden Feingehalt-Standard damit bestätigt hat. Ob das nun 11, 12 oder 13 Lot waren, ist bei historischem Silber, das wenn als Solches gesammelt wird, auch meist nebensächlich. Der Erlös als Sammelobjekt wird u.U. höher sein, als als bloße Schmelzware - der Verlust an Kulturgut wird aufgrund gestiegener Edelmetallpreise eh bereits diskutiert. Gierhälsen läuft ja jetzt schon wieder das Wässrige aus den Schlunden...
Aber dafür braucht/bräuchte man einen Spezialisten wie @
Silberpunze und sein Wissen hier mal dazu.
Dann: eine ernsthafte Edelmetallanalyse auf den Gehalt an Bestandteilen kostet. RFA für Silber erfahrungsgemäß 30 - 90 € je nachdem wer & wo, bei sehr unklaren Sachen auch mal mehr. Das mindert bei Veräußerung den Wert um diesen Betrag, das sollte man berücksichtigen ebenso wie weitere Gebühren. Mit ernsthaft meine ich Labor oder Gerät, also keine Säurekleckserei, die allenfalls für Silber oder nicht taugt (vorausgesetzt, dass korrekt gemacht). Mit Strichproben & Prüfsäuren einen Goldgehalt eingrenzen geht; bei Silber ist das m.M. eine Mär.