Wohin mit dem alten Copenhagener
Verfasst: Sonntag 7. September 2025, 12:30
Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich jammern.
Wie schon öfters geschrieben habe ich die Sachen meiner Mutter geerbt. Natürlich nicht alles Antiquitäten, die sind nur die Spitze des Eisbergs, sondern auch Alles was sie selbst noch dazu anhäufte. Bei den Sachen waren viele Zuordnungen einfach - Spenden, auf die Strasse stellen, Kleinanzeigen...
Die antiken Möbel habe ich in meine Wohnung integrieren können, deren Inhalt auch, ich sitze nun in vollgestopften Räumen und sichte.
Ja und nun der Problemfall:
Auf einen Ur-Ur-Ur Großvater war meine Mutter stolz als hätte sie ihn selbst gebacken.
Der Mann bekam ~1820 von Dänemark Copenhagener Porzellan geschenkt.
Nicht einfach ein hübsches Kaffeegeschirr, sondern Unmengen Musselmalet gerippt blau.
Essgeschirr mit riesigen Schalen, gigantischen Platten, Suppenterrinen für große Gästescharen, tiefe Teller, flache Teller, kleinere Schalen, noch mehr Terrinen...
Meine Mutter und ihr Bruder teilten die Sachen nach dem Tod der Großeltern auf.
Meine Kusinen erbten daher einen Teil, ich jetzt den Anderen.
Seit dem Ur-Ur-Ur Großvater hat es viele Nachkommen gegeben, die alle teilten immer weiter dieses Copenhagener auf - eine Kusine meiner Mutter erzählte mir vor einer Weile von ihrem. Also Teile davon kursieren jetzt immer noch bei vielen Leuten.
Später haben meine Ur- und Großeltern immer mal wieder was dazu gekauft, oder Zerbrochenes ersetzt.
Daher habe ich jetzt ein schönes, vollständiges Kaffeeservice, das ich weiter verwenden werde,
aber das Essgeschirr - meine Kusine möchte es gern los werden, ich auch.
Antiquitätenhändler sind erstmal sehr interessiert an altem Copenhagener,
die wollen schöne, gepflegte, zierliche Terrinen.
Der Anblick der Riesenplatten verscheucht jedes Interesse.
Und das Geschirr ist 200 Jahre alt, von denen es wenigstens die ersten 50-100 Jahre rege verwendet wurde. Da sind Kratzer, Sprünge etc.
Und die Teile sind verbogen. Kaum einer meiner Teller ist noch gerade.
„Das muss zweite Wahl sein“ mutmasste ein Händler, dem meine Mutter vor einigen Jahrzehnten ein paar Teile unter die Nase hielt,
und er guckte missmutig die Böden an, der Stempel fehlte ihm.
Ja klar sind da nur die drei Linien, der Rest kam später dazu.
Und Ausschußware war es auch nicht, bestimmt bekam ein Präsident keine zweite Wahl überreicht.
Ja, was machen wir jetzt damit?
Wer würde das nehmen?
Habt ihr Ideen?
Liebe Grüße Annette
heute möchte ich jammern.
Wie schon öfters geschrieben habe ich die Sachen meiner Mutter geerbt. Natürlich nicht alles Antiquitäten, die sind nur die Spitze des Eisbergs, sondern auch Alles was sie selbst noch dazu anhäufte. Bei den Sachen waren viele Zuordnungen einfach - Spenden, auf die Strasse stellen, Kleinanzeigen...
Die antiken Möbel habe ich in meine Wohnung integrieren können, deren Inhalt auch, ich sitze nun in vollgestopften Räumen und sichte.
Ja und nun der Problemfall:
Auf einen Ur-Ur-Ur Großvater war meine Mutter stolz als hätte sie ihn selbst gebacken.
Der Mann bekam ~1820 von Dänemark Copenhagener Porzellan geschenkt.
Nicht einfach ein hübsches Kaffeegeschirr, sondern Unmengen Musselmalet gerippt blau.
Essgeschirr mit riesigen Schalen, gigantischen Platten, Suppenterrinen für große Gästescharen, tiefe Teller, flache Teller, kleinere Schalen, noch mehr Terrinen...
Meine Mutter und ihr Bruder teilten die Sachen nach dem Tod der Großeltern auf.
Meine Kusinen erbten daher einen Teil, ich jetzt den Anderen.
Seit dem Ur-Ur-Ur Großvater hat es viele Nachkommen gegeben, die alle teilten immer weiter dieses Copenhagener auf - eine Kusine meiner Mutter erzählte mir vor einer Weile von ihrem. Also Teile davon kursieren jetzt immer noch bei vielen Leuten.
Später haben meine Ur- und Großeltern immer mal wieder was dazu gekauft, oder Zerbrochenes ersetzt.
Daher habe ich jetzt ein schönes, vollständiges Kaffeeservice, das ich weiter verwenden werde,
aber das Essgeschirr - meine Kusine möchte es gern los werden, ich auch.
Antiquitätenhändler sind erstmal sehr interessiert an altem Copenhagener,
die wollen schöne, gepflegte, zierliche Terrinen.
Der Anblick der Riesenplatten verscheucht jedes Interesse.
Und das Geschirr ist 200 Jahre alt, von denen es wenigstens die ersten 50-100 Jahre rege verwendet wurde. Da sind Kratzer, Sprünge etc.
Und die Teile sind verbogen. Kaum einer meiner Teller ist noch gerade.
„Das muss zweite Wahl sein“ mutmasste ein Händler, dem meine Mutter vor einigen Jahrzehnten ein paar Teile unter die Nase hielt,
und er guckte missmutig die Böden an, der Stempel fehlte ihm.
Ja klar sind da nur die drei Linien, der Rest kam später dazu.
Und Ausschußware war es auch nicht, bestimmt bekam ein Präsident keine zweite Wahl überreicht.
Ja, was machen wir jetzt damit?
Wer würde das nehmen?
Habt ihr Ideen?
Liebe Grüße Annette