unbekannte Silberpunze
Forumsregeln
Um eine möglichst präzise Bestimmung deiner Silberstempel und Punzen zu gewährleisten, beachte bitte folgende Regeln:
Bilder des Gegenstands: Stelle Bilder des gesamten Silbergegenstands zur Verfügung.
Makroaufnahmen der Punzen: Fotografiere alle Punzierungen als Makroaufnahme einzeln, damit die Details gut erkennbar sind.
Informationen : Gib zu Anfragen alle vorhandenen Informationen an, z.B. Gewicht, Abmessungen und Fundort bzw. Herkunft
Wertbestimmung:
Beachte bitte, dass eine exakte Wertbestimmung im Forum schwierig ist, da der Silberpreis und der Geschmack der Käufer variieren. Wir helfen dir aber gerne, Informationen zu Hersteller, Herkunftsland und Alter zu finden, um den ungefähren Zeitwert besser einschätzen zu können.
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- Nikolausberg Offline
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unbekannte Silberpunze
Es handelt sich hierbei um eine Silberschale mit Engelorchester. Rückseitig Widmung von 1902, aus meiner Sicht ist die Schale aber deutlich älter. Ich erkenne in den Punzen eine 13 für Lot sowie einen laufenden Löwen.
Vielen Dank und viele Grüße, Matthias
- Silberpunze Offline
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unbekannte Silberpunze
Also mir sind die Punzen sehr bekannt. Diese und zig Varianten an Fantasie-Marken, die in dieser Silberfabrik, die in sehr großen Mengen Silberwaren im historischen Stil angefertigt hat, zum Einsatz kamen.
Es ist wirklich erstaunlich, dass bisher nicht bekannt ist, um welche Fabrik es sich handelt und wo sie einst gestanden hat. Daher wäre Fotos mit der Inschrift hilfreich. Die Widmung von 1902 könnte in der Nähe des Herstellungsjahres liegen.
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- cornetto Offline
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unbekannte Silberpunze
Allerdings müssten diese Teile ja auch mit dem Silberanteil, meist 800, punziert sein, da diese Produktionen erst nach 1900 in großen Stückzahlen auf den Markt gebracht wurden.
Kopfzerbrechen macht mir hier deshalb die Punze mit "13" (so würde ich die mittlere etwas verschlagene Punze auch identifizieren) mit dem darunterliegenden Schlüssel - das sieht tatsächlich eher nach einer Stadtmarke und 13 Lot aus und müsste damit vor 1884 liegen.
Gruß Bernd
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- nux Offline
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unbekannte Silberpunze
das sind sie aber oft nicht, weil es kein 'Muss', keine Stempelpflicht i.e.S. gab/gibt? andersherum findet man auch von dort durchaus Stücke mit Angaben in Lot. Neresheimer z.B. und die bestehen sogar erst seit 1893, also nach Einführung des Gesetzes - und das ist schon, nun ja. Ebenso wie Hanauer Stücke, welche einen Feingehalt haben, aber eben nicht Krone Halbmond dabei (was davon aber ggf. auch später dann nachpunziert wurde - ??)
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist es ist lediglich so, dass: wenn ein Feingehalt gestempelt wird, das dann entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen zu erfolgen hat(te). Und wenn man den Feingehalt auf silbernen Geräten (also nicht Schmuck z.B.) stempeln wollte, dann musste der min. 800/1000 betragen
§. 1.
Gold- und Silberwaaren dürfen zu jedem Feingehalte angefertigt und feilgehalten werden. Die Angabe des Feingehalts auf denselben ist nur nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen gestattet. ...
§. 2.
Auf goldenen Geräthen darf der Feingehalt nur in 585 oder mehr Tausendtheilen, auf silbernen Geräthen nur in 800 oder mehr Tausendtheilen angegeben werden.
§. 3.
Die Angabe des Feingehalts auf goldenen und silbernen Geräthen geschieht durch ein Stempelzeichen, welches die Zahl der Tausendtheile und die Firma des Geschäfts, für welches die Stempelung bewirkt ist, kenntlich macht. Die Form des Stempelzeichens wird durch den Bundesrath bestimmt.
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Sinn & Zweck der Sache bei den Hanauern war es ja doch, ihre Stücke 'alt' aussehen zu lassen. Eine vollständige Stempelung nach dem Gesetz hätte das doch zeitlich sofort entlarvt :grimacing:
- Silberpunze Offline
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unbekannte Silberpunze
Also diese Marke soll an das Beschauzeichen von Worms erinnern. Es gibt ja bis nach 1900 haufenweise Arbeiten aus Hanau, die sich nicht nach den Vorgaben aus Berlin gerichtet haben. Aber ob es überhaupt Hanau bzw. Deutschland ist, ist noch nicht sicher.cornetto hat geschrieben: ↑Donnerstag 19. November 2020, 21:44 Kopfzerbrechen macht mir hier deshalb die Punze mit "13" (so würde ich die mittlere etwas verschlagene Punze auch identifizieren) mit dem darunterliegenden Schlüssel - das sieht tatsächlich eher nach einer Stadtmarke und 13 Lot aus und müsste damit vor 1884 liegen.
Ich habe von dieser Firma 16 unterschiedliche Punzen dokumentiert, die sie in abwechselnder Reihenfolge verwendet haben.
Besonsers oft ist dabei eine Marke, die ein sehr dünnes N im Kreis zeigt, danben meist eine Art Kreuz und eine 13. Gibt dann noch zwei gekreuzte Schlüssel oft in Verbindung mit einem Pseudo-Meisterzeichen VS oder eine Marke, die an den Augsburger Pyr in einem Blumentopf erinnern soll. Die Arbeiten sind im Stil vom 17. Jh. inspiriert.
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- nux Offline
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unbekannte Silberpunze
Hallo :slightly_smiling_face: - was mir gerade dabei einfällt: hast Du eigentlich einen Citroen?Silberpunze hat geschrieben: ↑Donnerstag 19. November 2020, 22:19 Aber ob es überhaupt Hanau bzw. Deutschland ist, ist noch nicht sicher.
Gruß
nux
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- cornetto Offline
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unbekannte Silberpunze
ich dachte eigentlich das sich nach 1884 alle deutschen Hersteller an die gesetzlichen Vorgaben gehalten haben... Danke für die Infos, muss jetzt wohl am Wochenende meine Hanauerkiste durchsuchen und neu bewerten :slightly_smiling_face:
Gruß Bernd
- SilberFrank Offline
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