AnnetteK hat geschrieben: ↑Mittwoch 22. Juli 2026, 18:52
Bei Firnis auf Ölbild
davor & auch dann hier geht schon so einiges durcheinander vom Verständnis über Produkte - welche für was - weil gleichlautende Begriffe für verschiedene Dinge in Gebrauch sind. Leinöl-Firnisse für Holz im heutigen Sprachgebrauch und auf Etiketten im Baumarkt haben nichts wirklich mit Gemälde-Firnissen zu tun. Das sind Holz- oder Rostschutzmittel. Firnisse im Instrumentenbau (z.B. Bernsteinharz) noch wieder ein ander'Ding
Für Ölgemälde: sind für Endfirnisse klassisch Mastix (ein Harz) in Terpentinöl (hat mein Uropa den Erzählungen nach noch in heißen Sommern in Flaschen selbst gemacht, nicht gekocht wie andere), kann man heute auch fertig mit UV-Schutz kaufen. Dann gilbt er lange nicht so schnell. Dammar-Firnis wurde schon erwähnt, auch da wird Dammar-Harz in Terpentinöl gelöst. Kremer hat auch terpentinölfreies, was da als Lösemittel drin ist, weiß ich grad nicht. Auch das fertig und gg. Vergilben etc. Zubereitungen mit weiteren Ölen wie Mohnöl oder Walnussöl sind noch wieder spezieller.
Dann gab es auch noch französischen Firnis von Soehnée frères - im 19. Jh. krass angesagt
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da ist nicht so ganz sicher, was es ist, aber wohl gebleichter Schellack in Spiritus als (mögliche) Basis
[Gäste sehen keine Links] - könnte mir vorstellen sehr hart, aber vermutlich dünnflüssig und u.U. glänzend. Solche Fläschchen tauchten früher auch immer mal wiedere noch auf Flohs auf...
und dann Wachs-basierte ja, und Hochglanz und seidenmatt und von vielen Herstellern dies und das - auch moderne MSA's (hauptsächlich aus USA, Acrylate in Terpentinersatz/Testbenzin sowas in der Art ) etc. - generell gilt es ja erstmal zu unterscheiden ob man überhaupt firnissen will. Und wenn ja warum und dann wie: welchen Schutz und Effekt man eigentlich möchte ... und ob old fashioned oder modern oder...