Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
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- Tilo Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
- Silberpunze Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
Möglicherweise bin ich diesbezüglich als Sammler historischer Goldschmiedemarken auch ein wenig voreingenommen, aber ein neuzeitliches Besteck eines der größten Hersteller, das man in einer Manufaktur in größerer Stückzahl hergestellt hat, dass man da einzelne Stücke zu Preisen anbietet, zu denen normalerweise wirklich auserlesene historische Löffel des 17. Jh. angeboten werden, zeigt, dass hier die Relationen nicht stimmen.
Trotzdem würde ich die eingetüteten Stücke in der Verpackung lassen.
Falls die Geschichte weiter geht, lass es mich wissen, denn ich bin neugierig, auch wenn ich selbst an dem Besteck kein Sammlerinteresse habe.
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- nux Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
Zuerst zu Cardeilhac, die Kurzversion der Geschichte "Messer- und Goldschmied, 91, rue de Rivoli, Paris. Das 1804 von Antoine-Vital Cardeilhac gegründete und auf Besteck und Tafelgeschirr spezialisierte Haus wurde von 1851 bis 1904 von seinem Sohn Armand-Edouard Cardeilhac und ab 1885 von seinem Enkel Ernest Cardeilhac (1851- 1904). Dieser kauft den Bestand des Hauses Lebon. 1904 folgten ihm die beiden Söhne von Ernest Cardeilhac nach, James und Peter (gestorben 1944) Cardeilhac. Das Unternehmen verschmolz 1951 mit dem Haus Christofle [Gäste sehen keine Links]
Dann zu dem Besteck-Muster 'Renaissance' von Cardeilhac, aus einer Broschüre "Luxuriös, außergewöhnlich - das Modell Renaissance wurde Ende des 19. Jahrhunderts geschaffen und wurde 1960 in die Christofle-Kollektion aufgenommen. Sein durchbrochener Griff, inspiriert von schmiedeeisenernen Arbeiten, die Zierlichkeit der Blätter, seine Gabel mit drei Zinken und das Design der Messerklinge formen ein Besteck von äußerstem Raffinement. Dieses Besteck aus Sterlingsilber wird in der Manufaktur Christofle von Hand getrieben." PDF S. 37 [Gäste sehen keine Links]
Was uns jetzt trotzdem der Vollständigkeit halber noch fehlt, ist ein brauchbares Foto des Feingehalts-Stempels (ob 950er oder 925er), auch zur Datierung vor oder nach 1973. Oder eine Zuordnung durch Dich. Such einen Kopf auf einem Löffel oder Gabel und vergleiche dort bei 'Minerve' die verschiedenen Formen - welcher könnte es sein? [Gäste sehen keine Links]
unter demütiger, aber vollständiger Ignoranz vorheriger Kommentare



dann heißt es vermutlich noch (um)rechnen, Stückpreise oder nach angegebenen Gewichten - und dann vergleichen
Erst nochmal die Angebote dort 'nur' unter Christofle als Ausgangsbasis [Gäste sehen keine Links]
Da müsste man mal Teile zählen
12 x Kuchengabeln & Teelöffel mit dem Ergebnis, Stückpreis ca. 164 € [Gäste sehen keine Links]
12 Löffelchen, Stückpreis ca. 170 € [Gäste sehen keine Links]
ein 12er mit 12 Vorlegeteilen aus der Schweiz (nur Schätzpreis), könnte man in etwa mengenmäßig vergleichen (Silberwert ca. 1800 :# ) [Gäste sehen keine Links]
Schätzung kontra Zuschlag? [Gäste sehen keine Links]
ein umfangreiches ca. 18er in NY Stückpreise damit bei nur ca. 98 € [Gäste sehen keine Links]
ein Schnäppchen ? [Gäste sehen keine Links]
Da steckt bissl was drin [Gäste sehen keine Links]
(und man kriegt 'nen Krampf, wenn man das Minimum in Hamburg für Teile eines der teuersten Bestecke auch nur sieht, oder hätte besser aufpassen sollen
und wenn man sich dort anmeldet, kann man auch mehr als die Schätzpreise sehen [Gäste sehen keine Links]
eins da mal rausgenommen [Gäste sehen keine Links]
Mein bescheidener & unmaßgeblicher Tipp wäre daher, falls Veräußerungswünsche bestehen - ein gutes französisches oder Schweizer Auktionshaus suchen & bemühen - in DE sind da wohl eher Töffels unterwegens (die anderen Beispiele hab ich mir daher zu verlinken gespart, will ja auch niemand in Verruf bringen) und vermutlich auch eine breit interessierte Käuferschicht nicht.
Wer so was möchte & sich leisten kann oder will, geht eher in einen Laden. Es gibt zwar vermutlich eine Nachkaufgarantie bis 2023 - aber irgendwie ist 'neu kaufen' dabei aber für dieses Modell außer Einzelteile auf einigen websites auch nicht wirklich irgendwo mehr aufzufinden.
Gruß
nux
- Tilo Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
(ich werde allerdings lieber nicht nachrechnen, was wohl der derzeitige Neuanschaffungswiderstand beträgt)
und ja, ich lese da was von handziseliert, kann mir das aber beim besten Willen nicht vorstellen, daß da Handwerker dieses Motiv in mühsamer Handarbeit in zigfach gleicher Ausführung ziselieren, wo jedes Besteck normal seit über 100 Jahren maschinell in einwandfreier Qualität geprägt oder gegossen wird
es wäre einfach so stupide und unnötig, weil es das Ergebnis ja nicht besser macht als Guß oder prägen
allenfalls kann ich mir "liebevolle" gründliche händische Nacharbeit von Güssen vorstellen, womit ich aber keinesfalls andeuten möchte, daß damit der Preis auch nur ansatzweise gerechtfertigt wäre
- Tilo Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)

"fasziniert" bin ich von den Stempelorgien im Ansichtsbereich in der Löffellaffe und bei der Gabel auch (beim Dessertbesteck, das in D. versteigert wurde und wo kein Erlös dransteht)
- Silberpunze Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
Wenn jemand das Geld hat, sich die oben gezeigten Löffel zum Ladenpreis zu kaufen, dann stehe ich ihm gerne als Berater zur Seite, wenn es darum geht, das Geld besser zu investieren, nämlich in wirklich alten deutsche Goldschmiedekunst des 17. Jh.
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- nux Offline
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Christofle Cardeilhac Renaissance Sterling Besteck (Update)
na ja, das ist in FR eben so, bei allen eigentlich, halt geregelt & auch Usus
Noch schöner sind aber die ganzen (großen) Punzierungen aus früheren Zeiten da - manchmal sind die ganzen Stiele hinten voll, z.T. noch mit jüngeren Nachstempelungen zusätzlich
Du magst mit all Deinen Anmerkungen schon wohl recht haben - aber zum einen sind das Äpfel mit Quitten verglichen, hinsichtlich des Zwecks der Benutzbarkeit meine ich. Fürchte, aus dem 17. Jh. einen repräsentativen, gut erhaltenen Satz Austerngabeln zu erhaschen, könnte knifflig werdenSilberpunze hat geschrieben: ↑Dienstag 10. Dezember 2019, 22:44 das Geld besser zu investieren, nämlich in wirklich alten deutsche Goldschmiedekunst des 17. Jh.

Und - Dein Ansinnen natürlich in allen Ehren - falls die Welt oder der Silberkurs mal wieder aus den Fugen geraten (und das gab es in der Vergangenheit ja nun schon mehrfach) - Gramm oder Kultur?
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