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Moin Gudrun, was mir an Deinem Teller aufgefallen ist, ist der starke Glanz.
Teakholz ist ja oft nur geölt oder unbehandelt (weil genug eigenes Öl im Holz
vorhanden) und wäre an der Oberfläche eher samtigmatt, mit einem Gefühl von
wachsartigglatt.
Eigentlich wird Teakholz - außer im Schiffsbau - nicht gerne lackiert, weil viel
zu viele Zwischenschritte (z.B. Schelllack-Grundierung) notwendig sind, um das
Öl vom Lack zu trennen, damit der Lack überhaupt aushärten kann.
Und daß Du keinen Geruch wahrnimmst, könnte tatsächlich für 'ne andere
Holzart sprechen. Rubbel doch noch mal ganz leicht - vielleicht mit einem
Münzrand - an der Rückseite und schnupper.......
SCHMUCK MACHT KUNST TRAGBAR
Marion Ongyert - Goldschmiedin/Elfenbeinschnitzerin -
Also der riecht v.a.nach Keller
Ich habe den bestimmt schon 30 Jahre, selbst weder geölt noch irgendwas, keine Ahnung, ob der behandelt ist.....
Schade, vor ewigen Zeiten war ich mal kurz mit einem Baumchirurgen (ja, das ist ein Beruf) zusammen. So ziemlich der einzige Freund, bei dem ich nichts "inspirationsmäßig" mitgenommen habe..................
... ja, rotbraun, kein Zweifel - aber das Unwägbare bei der Zeit - wenn das wirklich Vintage sein sollte - ist auf jeden Fall, dass allerlei auf was anderes gebeizt wurde. Mahagoni z.B.
Wenn das moderner ist, kann es auch anderes (auch exotisches) Holz in der Originalfarbe sein.
Ich hab eine echt große Schale, die ist noch etwas dunkler rot, stammt aber sicher aus nach 1962 und vor, na grob 1973 ... heut ist schon zu duster, werd die morgen oder Mittwoch vllt. raus tun; die Struktur ist jedenfalls ähnlich. Die soll 'Nussbaumholz' sein, auch wenn sie auch nicht entsprechend braun ist
Thema Holz ölen: immer erst überlegen, ob man noch rohes und völlig unbehandeltes Holz (geschliffen oder poliert?) u.U. recht stark beeinflussend verändern will. Dann den Zweck unterscheiden und danach die Mittel wählen; dazu sollte man deren unterschiedliche Eigenschaften - in dem Fall der Öle - natürlich auch kennen. Dann kann man auch (selbst) beurteilen, in welche Richtung irgendwelche Pflegetipps gehen. Ist man unsicher: wen fragen, der sich auskennt oder auch versuchen online Info zu bekommen. Ist das zu unsicher - weiter fragen. Und erst nachher mit Boden unter den Füßen entscheiden, was man macht. 'k - in dem Fall keine erhebliche materiellen / optischen Einbußen und bei 'angekratzter' Oberfläche kann ein Häuchelchen Ölfilm das Aussehen durch dichtmachen der lichtbrechenden und dadurch hell wirkenden Schrammen verbessern.
Irgendwelche Salatöle, Sonnenblumen- oder Olivenöl gehören zu sog. nicht-härtenden Ölen. D.h. die bleiben, wie sie sind, lassen sich ggf. auch wieder ab- oder auswaschen - aber nicht immer und alles. Weil Holz hat vor allem unlackiert/ungewachst je nach dem mehr oder weniger offene Poren: da dringt das ja dann ein. Gibt auch sogar 'saugende Hölzer' da sind die Kapillaröffnungen so (tief und geformt), dass die alles an Flüssigkeiten schwupps-schlucken.
Problem: solche Öle werden irgendwann ranzig. Am Tag Y stinkt Dir dann Dein - doch immer ach so sorgfältig mit Olivenöl eingeöltes (war teuer gewesenes) Olivenholzbrett - in der Küche morgens unvermittelt entgegen. Und zwar so ööörrghs-wüüürg, dass Du da kein Brot mehr drauf schneidest. Nie wieder. Kein Waschen wird jemals helfen. Tüte - Tonne, auch nicht verheizen, keinesfalls. Und das ist rel. dichtes, hartes Holz. Kann lange gut gehen, aber. Alles andere an Holzarten und Ölen geht eher schneller ...
Härtende Öle werden seit ewig schon bei der Behandlung von Holz verwendet. Sie trocknen unter Vernetzung entweder zu lackartigen Filmen oder haben eine eigene Art der Polymerisation. Das ist ohne Zusätze ein unterschiedlich lange dauernder Prozess. Sog. Sikkative - als eine Art Katalysatoren - können das aber bis hin zu stark beschleunigen. Ansonsten beeinflussen Temperaturen, Luftfeuchtigkeit und auch ggf. Sonneneinstrahlung die Vorgänge.
Egal wie lange: irgendwann sind die fest und werden auch nicht mehr anfangen sich chemisch zu zerlegen. Und daher auch nicht zu munkeln.
Einige Beispiele dafür sind Leinöl, Hartöl, Walnussöl, Distel- und Mohnöl. Dabei noch zu unterscheiden in Öle, die zum Vergilben später neigen wie bspw. Leinöl (nicht auf helle Hölzer tun, es sei denn man möchte den Effekt). Die letzten drei sind 'blond' und bleiben es, Vergilbungsneigung sehr gering. Ich hab früher meist Nuss genommen, weil a) den Geruch von Leinöl eh nicht ab kann und b) die latente Brandgefahr mich schreckt, falls man nicht dran denkt den Lappen verschlossen aufzubewahren resp. nass zu entsorgen.
Nussöl ist mir aber ehrlicherweise dafür zu teuer geworden. Für meine normalen Haushalts-Runden: 'ich wisch das mit 'nem Ölläppchen ab' hat sich nach ein paar Tests inzwischen einfaches, preiswertes Distel-(Brat)-Öl seinen Platz erobert. Also Schneidebretter, Holzgriffe, Möbel, Körbe u.v.a., selbst einige Kunststoffe. Vorteil: man braucht nur wirkliche mini-mini-mini-Mengen; das ist so schon sehr dünnflüssig und kann daher auch als nur hauchfeiner Film 'pflegen'.
Witzige Farb-Rezepte alle aus essbaren Zutaten sind dabei auch schon entstanden: beim Aufarbeiten von klein-stellenweisen ausgeblichenen Holzblumenkübeln unterschiedlicher Tönungen: fettlösliche Dinge wie Zimmet, Kakao und Kaffeesatz in Distelöl angepastet lieferten schnell kleine Mengen zum Ausbessern. Olivgrün hab ich auch probiert, getrocknete Minzblätter o.ä. ging etwas, könnte ausbaufähig sein...
Da es die Tage damals heiß war und die Filme eben fein, war alles auch ohne Trocknungsmittel nach zwei, drei Tagen oberflächlich rückstandsfrei anzufassen.
Und 'Baumwoll-Läppchen' nehm ich jedenfalls nie, nix aus Stoff, will doch keine (auch noch so kleinen Fusseln) da mit drauf oder rein kleben? Feiner Borsten-Pinsel und / oder Küchenkrepp (Überschüsse eh immer gut entfernen) haben sich bewährt. Ggf. noch mit einer Kunststoff-Borsten-Bürste gleich noch drüber, denn auch einige Papiertücher können 'krümeln'
der (auch früher im Forum) schon immer gern zitierte Hr. Greef zu dem Thema [Gäste sehen keine Links]
gudrund hat geschrieben: ↑Montag 21. September 2026, 16:15
Ich habe jetzt doch mal meinen Teakteller/schale gefunden, riechen tue ich bis jetzt eher nichts.............hat doch keine Füße und auch Stempel unten drauf (etwas unscharf leider das Foto...).
Auffällig: in der Sonne changiert er golden.
Gudrun, dein Teller sieht farblich sehr viel gleichmäßiger und glatter aus als meiner.
Da ist es wohl eher unwahrscheinlich, dass meiner auch aus Teakholz ist.
Pontikaki hat geschrieben: ↑Montag 21. September 2026, 17:19
Moin Gudrun, was mir an Deinem Teller aufgefallen ist, ist der starke Glanz.
Die Nachrichten auf Seite 3 habe ich gerade erst entdeckt.
Dann ist Gudruns Teller möglicherweise gar kein Teak.
gudrund hat geschrieben: ↑Montag 21. September 2026, 17:33
Schade, vor ewigen Zeiten war ich mal kurz mit einem Baumchirurgen (ja, das ist ein Beruf) zusammen. So ziemlich der einzige Freund, bei dem ich nichts "inspirationsmäßig" mitgenommen habe..................
Ich muss Baumchirurg nachher mal googeln. Interessant, dass es solch einen Beruf gibt.
nux hat geschrieben: ↑Montag 21. September 2026, 18:41
. Dann kann man auch (selbst) beurteilen, in welche Richtung irgendwelche Pflegetipps gehen. Ist man unsicher: wen fragen, der sich auskennt oder auch versuchen online Info zu bekommen. Ist das zu unsicher - weiter fragen.
Ich hab gestern vor der Anwendung mit Leinöl noch gegoogelt, ob das Öl geeignet ist. Eigentlich ist speziell gekochtes Leinöl besser, weil es im Holz nicht mehr ranzig werden kann, aber angeblich ist normales Leinöl auch okay.
Ich hab vor ein paar Jahren mal meinen Schreibtisch aus Kiefer mit Speiseleinöl bearbeitet und hatte danach Angst vor ranzigem Gestank im Holz. Es ist zum Glück nichts passiert.
Gerade bei wiki gesehen, dass "Baumchirurgen" früher eher was Zerstörendes gemacht haben.
So war das aber bei dem nicht, der hat sich immer über die Arbeiter aufgeregt, die in Berlin so radikal an den Bäumen rumgeschnitten haben. Einfach mit der Kettensäge ran und zack ab, das ist nicht fachgerecht.
Der Beruf heißt heute wohl "Baumpfleger".
nux hat geschrieben: ↑Montag 21. September 2026, 18:41
Und daher auch nicht zu munkeln.
WAU Nux, super gründlich erklärt - hab auch alles verstanden und "unterschreiben" können.
Nur das mit dem Munkeln versteh ich nicht. Hab nachgegooggt - da steht:
"Munkeln bedeutet, leise, heimlich oder hinter vorgehaltener Hand zu reden und Gerüchte zu verbreiten,
deren Wahrheitsgehalt unklar ist."
Also, irgendwie passt das doch garnicht zu Dir.....
SCHMUCK MACHT KUNST TRAGBAR
Marion Ongyert - Goldschmiedin/Elfenbeinschnitzerin -
Hallo, heute habe ich auf dem Flohmarkt diese Dose gekauft, weil ich das Holz für schön und edel hielt. Leider riecht die Dose furchtbar. Genaugenommen erinnert der Geruch an Urin, wie man ihn oft bei inkontinenten, alten Menschen wahrnimmt. Könnte das an der Art des Holzes liegen? Hier noch die Maße der Dose. Höhe ohne Knauf: ca. 5 cm. Durchmesser: ca. 10,5 cm. Sie ist für ihre Größe relativ schwer. Liebe Grüße Andrea
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Bevor sie im Müll landet, könnte man ein Schild schreiben Zu verschenken und die Dose am Bürgersteig ablegen. Das ist eine sehr gute Idee, Marion. In unserer Wohnsiedlung stehen einige Zu-verschenken-Kisten. Ich lege sie einfach dazu. Den Essigreiniger hat die Dose übrigens gut verkraftet. Leider hat sich trotzdem am Geruch nichts geändert.
Hallo liebe Antik-Möbel-Spezialisten, ich bin im Besitz einer evtl. alten Truhe und habe überlegt, diese restaurieren zu lassen. In die Entscheidungsfindung soll neben dem idellen Wert für mich auch der objektive Wert (nicht unbedingt in €) einbezogen werden. Daher hätte ich gerne eine grobe oder auch gerne genaue Indikation über Holzart und Alter der Truhe. Die Truhe ist seit ca. 60 Jahren in Familienbesitz am Niederrhein. Mein verstorberner Vaten hat diese Truhe in seiner Studentenzeit in den...
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Das ist nur mein persönliches Empfinden, aber mir würde sie, bis auf die helle Leiste (ausgebesserte Stelle?) auf der linken Seite gefallen wie sie ist – mit allen Rissen und dem gewölbten Deckel (thals Überlegung ging, schien mir, ja auch ein bisschen in die Richtung). Ich mag es, wenn man alten Dingen ihr Alter, ihr bewegtes Leben ansieht. Wenn man so eine Truhe einfach ins richtige Licht rückt und so ins Wohnzimmer stellt, kann das sehr gut aussehen auch und gerade mit den Macken . V.a....
Hallo Ihr Lieben, Ich bin neu hier, also falls das Thema woanders hingehört, gern verschieben. Wir haben diese Truhe erstanden um sie aufzuarbeiten und in den Wohnraum zu stellen. Wir haben uns einfach nur die Frage gestellt, wie alt sie wohl ist. Im Deckel finden sich Holzdübel, die Seiten sind ineinander verzahnt. Ich freue mich auf eure Antworten =)
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Hallo Thalasseus, Vielen Dank für deine Antwort! Ja, mein Mann hat die Lasur abgemacht. Die war leider absolut nicht mehr schön. Wir werden sie vermutlich Ölen ':) Wir suchen aktuell nach einem neuen Schloss. Da muss zumindest eine Blende rauf, meiner Meinung nach. Aber es freut mich, das die alte Truhe auch alt ist und nicht von 1980 oder ähnliches 😊 Danke!
Hallo in die Runde, ich wüsste gerne von wann diese Kommode in etwa ist. Ich habe mich ein wenig eingelesen und dachte sie könnte so ca. um 1900 entstanden sein. Allerdings machen mich die Knöpfe etwas unsicher. Ist das nicht eher Midcentury? Und wenn wir schon dabei sind: welches Holz könnte es sein? Liebe Grüße E. Ps: Ich habe leider nur dieses eine Foto.
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Achso… wegen dem Holz, das ist noch unwichtiger. Dazu kann ich dann genauere Fotos schicken. Ob ein zweites Möbelstück dazu gehört, weiß ich nicht. Mir wurde dazu aber nichts gesagt.
Liebe Fories, ich habe auf meiner morgendlichen Hunderunde ein Tischchen gefunden, das ich unmöglich stehen lassen konnte. Zwar ist das Furnier etwas beschädigt, ich vermute aber, dass es sich reparieren lässt. Wie ich das machen kann, erfrage ich, wenn es so weit ist. Ich vermute bezüglich des Alters, dass er aus den 20er oder 30er Jahren stammt. Weiß jemand etwas genaueres? Die Frage nach dem Holz bezieht sich nicht nur auf das Furnier, sondern auch den Rest des Tisches.
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Hallo, dein Kommödchen ist sicher in den 1930ern entstanden, Eiche furniert und massiv an den Beinen, dem Zargenkreuz und sogar die Schubladen innen sind daraus gebaut. Es war sicher mal als Handarbeitstischchen gedacht, die aus den Schubladen rausgehauenen Unterteilungen legen dies nahe. Die Zinkung ist maschinell gemacht, dabei entstehen solche halbrunden Schwalbenschwänze. Also eine insgesamt gute Qualität, leider durch die damals so überaus beliebte dunkelbraune Farbe heute nicht mehr so...
Hallo zusammen, Ich habe heute auf dem Flohmarkt 2 Bilder gekauft Das erste hat den Titel Paris Place de la Concorde Signatur kann ich leider nicht entziffern Größe ist 14 X 10 cm das Bild, 24 X 18 cm das Blatt Wer kann mir etwas zur Signatur sagen? Das Bild dürfte von ca. 1957 sein, siehe die Rückseite Vielen Dank
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Danke schön Es sind diese Druckspuren wie bei Radierungen zu sehen. Dabei war noch eine große Visitenkarte eines Antiquitätengeschäfts in Ringen, Grafschaft. Ich gehe von den 50er oder 60er Jahren aus. Das Geschäft gibt es noch, ich werde mich mit denen mal in Verbindung setzen. :slightly_smiling_face: