NAbend,
genau das, was Du da beschreibst, macht das Stück ein wenig - nun ja, sagen wir mal 'rätselhaft'. Irisierendes oder kurz Iris-Glas (würde ich mal so sehen... opalisierendes oder auch Perlmutter-Glas sieht noch ein wenig anders aus), war im Jugendstil ja äußerst populär und die bekanntesten Beispiele dafür die Sachen von Tiffany und Loetz; auch andere Hersteller wie Boudnik waren da dran. Auch später dann bei
WMF kommen dann die 'extremen' Gläser in der Art - Myra, Ikora, Lavaluna.
Was nun folgt, ist Spekulation: Ob es sich bei den Gläsern für die Keksdosen möglicherweise um frühe Gehversuche in der Richtung in der Hütte in Geislingen handelte? Eben weil das ganze noch so zart ausfällt, auch vom Farbverlauf her? (möglicher Farbverlust durch Lichteinwirkung ist aber auch nicht auszuschließen) Und - in Emaillle-Technik mit Blumen bemalte Gläser samt Gold sind irgendwie auch nicht so richtig typisch für
WMF. Experimentell?
Aus dem gelinkten Zeitungsartikel geht ja hervor: eigene Hütte, um Glas nicht zukaufen zu müssen. Immer, alles eigenes? Oder gab es Ausnahmen... Oder aber auch: wie war das andersherum? Hat
WMF anderen (Glas-)Herstellern eventuell Montierungen zugeliefert? Oder kann man das ausschließen?
[[Bin über so ähnliche Dinge früher schon ab und an 'gestolpert', zu denen die Literatur (soweit erhältlich) nichts Konkretes her gab... daher mal meine Gedanken dazu formuliert]]
*Pikki*