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Inzwischen habe ich mich gekümmert und folgendes entdeckt, bzw. werde noch verfolgen:
- Systematik der Keramik: hier war meine Ignoranz wahnsinnig groß. Inzwischen habe ich den Unterschied zwischen Irdenware, Fayence, Steingut und Steinzeug einigermaßen gelernt. Wirklich sehr interessant! Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass der Wandteller aufgrund seiner sichtbaren Porösität (mit vielen nicht wirklich perfekten Stellen bei der Verarbeitung) ungesintert ist. (Anmerkung für das nicht instruierte fachmännische Publikum wie ich selbst auch: sintern bedeutet, die Keramik bei über 1000° C. so dass die Poren im Material selbst weitgehend verschwinden). Das gute Stück sollte also Irdenware oder wahrscheinlicher Fayence sein. Die Scherbe selbst ist heute dunkelbraun, war sicherlich nicht weiß bis gelblich oder aber gräulich.
- Motiv des Jägers: hier ist ein Jäger mit Schnabelschuhen abgebildet. Auch die restliche Kleidung deutet eher auf typische Mode um das Jahr 1500. Wenige Jahre später nämlich kamen die Schnabelschuhe aus der Mode und wurden durch Schuhe ohne Spitzen ersetzt. Auch die Malerei selbst ist relativ einfach und tut sich noch mit den Proportionen und Dimensionen schwer, was auch darauf schließen könnte, dass sie nicht jüngeren Datums ist. Hingegen sind mir die Akanthus Zweige auf dem Tellerrand ein wenig suspekt, denn die würde ich eher dem Barocken zuordnen.
- Im heimischen Museum gibt es eine Abteilung für antike Keramik. Dort habe ich schon die Referentin ausgemacht und werde sie in den nächsten Wochen kontaktieren. Dann werde ich sicherlich schnell eine Bestätigung erhalten, ob die Glasur auf Zinnstaub basiert. Damit könnte man sicher auch wieder zu neuen Erkenntnissen gelangen. Ich werde darüber berichten.
Könnt ihr mir sonst vielleicht noch eure Gedanken, Wissen oder Zweifel zurufen? Ich möchte den Teller nun unbedingt richtig verstehen und seine Entstehungsgeschichte wiederentdecken. Hier auch meine Zweifel: könnte der Wandteller nicht auch aus dem 16.Jahrhundert, vielleicht aus dem sehr frühen Barock, noch mit Renaissance-Elementen stammen? Seit wann überhaupt ist der Europäer in der Lage, Irdenware mit farbigen Motiven und Zinnglasur herzustellen?
Vielen Dank!
LG,
Sibarita
Zuletzt geändert von rupVerified am Montag 11. Januar 2016, 09:45, insgesamt 1-mal geändert.
Grund:Bild gelöscht, bitte aufs Copyright achten
Ich würde wie @rw ins 17. Jahrhundert gehen. Da bin ich mal gespannt, was die Expertin uns mitteilen wird. Nach meinem Eindruck ist dieser Teller durchaus ein "Schätzchen".
Heute war ich beim hiesigen Landeskundemuseum, das eine umfangreiche Abteilung für alte Keramik beherbergt und habe mit der zuständigen Fachreferentin für Keramik gesprochen.
Also, bei dem Wandteller handelt es sich eindeutig um eine Fayence mit Zinnglasur. Die Referentin schätzt das Zeitfenster der Entstehung auf 1760 bis 1780. Geografisch würde sie den Teller Italien oder Mitteldeutschland zuordnen, war sich da aber nicht ganz sicher. Auch beim genauen Alter spricht sie von einer groben Schätzung.
Die subjektiv doch recht späte Einordnung begründete sie mit der schlechten malerischen Ausführung der Akanthus-Zweige auf dem Tellerrand. Ein feudaler Auftraggeber hätte zu hochbarocken Zeiten nicht eine solche plumpe Qualität durchgehen lassen; und schon gar nicht in Italien, wo man bereits um 1700 herum sehr viel feiner malte. Auch das manganbraun spricht nicht unbedingt für Italien, da es hier selten verwendet und darüber hinaus auch handwerklich nicht hochwertig genug aufgetragen wurde. Deshalb die Vermutung der Expertin, dass es auch aus Mitteldeutschland stammen könnte, wo das Manganbraun öfter verwendet wurde und darüber hinaus auf den Darstellungen zu dieser Zeit feinere Akanthus-Zweige nicht so gewichtig waren.
Nichtsdestotrotz bleibt Italien als Ursprungsland der Favorit der Fachreferentin, wenngleich sie sich mit Kollegen, bzw. Kolleginnen austauschen und möglicherweise in den nächsten Wochen auch noch weitere Meinungen in Richtung Mitteldeutschland oder aber benachbartes Ausland einholen möchte.
Vielleicht kann nun jemand vom Forum auf Basis dieser Einschätzung weiterhelfen und den geografischen Ursprung sowie das Zeitfenster weiter einkreisen. Dafür wäre ich sehr dankbar.
Vielen Dank für die Bestätigung meiner Gedanken zu diesem Teller.
Einen früheren Alter zum Teller kann ich nicht bestätigen. Es koennte Barock sein, ohne den Teller in der hand zu halten, bin ich mir nicht 100% sicher, so sollte man wohl mehr Wert auf die Meinung des Museums auf das Alter geben als auf Meinen.
MfG
rw
Wertbestimmungen and alle sonstigen Angaben meinerseits, erfolgen nach besten Wissen und Gewissen. Sie sind jedoch ohne Gewähr!
als ich das vorhin gelesen habe, bekam ich noch Ideen.... Mangan verwendet & Hirschen & Jäger & Muschelmotive... findet man doch viel häufiger auf Walzenkrügen z.B. (Crailsheim, Schrezheim, Nürnberg, Magdeburg, Braunschweig, Thüringen etc.) - vielleicht eher was zum Vergleichen?
Nur mal als Beispiel hierdrin ein paar Bilder von sowas [Gäste sehen keine Links]
...und dazu fiel mir der Herr Vogt ein (nennt sich Experte für Fayence und Steinzeug aus vier Jahrhunderten) , weil ich da schon mal ins Archiv geschaut habe... [Gäste sehen keine Links] - der Post über das Museum in Rothenburg und die Sammlung Baumann
Den zu fragen könnte vielleicht hilfreich sein.
...und "Scharffeuerfarben" fiel mir wieder ein, war mal bei K&K [Gäste sehen keine Links]
Die Anregung. das Stück mal dem Herrn Vogt zu präsentieren finde ich sehr gut. Der scheint sich wirklich auf diesem Gebiet auszukennen und wäre sicherlich in der Lage, möglicherweise Deutschland als Herkunftsort entweder einzugrenzen, bzw. auszuschließen.
Die Walzenkrüge generell sind auch interessant. Jedoch habe ich noch keinen mit wirlichen Parallen gefunden. Ich hatte schon letzte Woche mal in diese Richtung gegoogelt, aber das Motiv von meinem Teller ist doch irgendwie ganz anders.
Ich habe auf dem Flohmarkt diese Wandteller gefunden. Durchm. 20cm. Die Beschriftung auf der Rückseite: Makkum und die Zahl 1078 .Wo kommt der her und vor allem: Hat der Teller einen Wert ??? Könnt ihr mir da helfen?
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Wo kommt der her und vor allem: Hat der Teller einen Wert ???
Hallo :slightly_smiling_face:
sag, bist Du so gar nicht auf die Idee gekommen, das Wort einfach mal in eine Suchmaschine zu geben? die Windmühle sagt ja auch schon was...
Makkum ist ein Ort in den Niederlanden - daraus Im Laufe des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung Makkums als Handelsstadt wieder ab, doch blieb es bekannt für seinen Schiffbau und die Herstellung von Waren aus Steingut, wie die berühmten blauweißen Delfter...
ich hab hier noch einen Wandteller ohne Herstellerhinweis. Lässt sich vielleicht anhand des Motives wohl wenigstens etwas zum vermutlichen Alter und der regionalen Herkunft sagen? Die klassischen englischen und niederländischen Landschaftsbilder fallen ja schon mal raus.
Der Durchmesser beträgt ca.21 cm, die Höhe ca. ungewöhnliche 5,5 cm.
Dass das Aufhängebändchen irgendwann mal erneuert wurde, dürfte klar sein.
darf ich mich bitte mit einigen kurzen Fragen an euch wenden? In meinem Besitz befindet sich ein sehr alter bemalter Wandteller aus Holz mit einer Luzifer-Darstellung. Den Teller (Durchmesser ca. 32 cm) erwarb ich vor ca. 30 Jahren auf einem Antikmarkt. Der Aufhänger auf der Rückseite ist handgeschmiedet. Vor einigen Wochen fiel mir der Wandteller schließlich wieder in die Hände. Bei der Bestimmung komme ich nun einfach trotz intensiver Suche nicht weiter. Meiner Meinung nach...
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Hallo, nein, dazu haben sie leider gar nichts gesagt, sorry! LG
Diesen Teller habe ich geschenkt bekommen und konnte das Wappen leider nicht identifizieren oder die Zeit zuordnen und habe dabei diese Community gefunden.
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Die Punze sah auch mit dem Schwert nach unten anders für mich aus und ich weiß nichts so Recht dazu.
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Zum Wappen denke ich bereits zu wissen, oben ist ein Pelikan, der seine drei Jungen füttert und auf dem Wappen wahrscheinlich ein Abendmahlkelch....
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Ach, das ist ja toll!
Danke für die super Einschätzungen! Ich wusste einfach gar nichts damit anzufangen und mir zu helfen und es ist interessant mit dem Antiquitätenboom, der Heraldikerklärung und die Links! Und der erste Link mit den Klebern drauf und alle!
Einfach interessant und toll! Jetzt weiß ich mehr!
Habe die Links und Bilder alleine nicht gefunden und selbst dann nicht so viel gewusst wie ihr! Das nächste mal probiere ich auch mal die Google Linse aus und Frage weiter hier!...
IMG_20231001_114609.jpg Hallo,
ich habe hier einen Wandteller von meiner Oma. Im Netz habe ich schon etwas geschaut ,aber es gibt ja sehr viele unterschiedlichen Preises. Es gibt doch hier sicher jemanden der sich damit auskennt und mir etwas dazu sagen kann. lieben Dank
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Hallo.
Danke erstmal. Ich hatte eigentlich die Rückseite auch hochgeladen.aber es ist wohl nicht geglückt. Er ist 37 im Durchmesser. Gruß IMG_20231001_114622.jpg
Teller von meiner Tante bekommen , auf Rückseite hutschenreuther ,selb , Bavaria finde nichts im Internet.
Kann mir jemand was über Teller und wert sagen .
Im Voraus danke und grüße
Wenn die Vergangenheit dunkle Geheimnisse verbirgt... ein Thriller aus dem Ruhrpott
Haldenfeuer: Alte Schuld. Düsterer Sog. Ein Psychothriller. Kein Entkommen.
Für Leser, die komplexe Gesellschafts-Thriller lieben, in denen die Spuren eines Verbrechens Jahrzehnte zurückreichen. HALDENFEUER ist eine Geschichte über alte Schuld, die über Generationen gärt, erzählt mit kühler Präzision und einem unbarmherzigen Sog.
Begleiten Sie Frank Köhler, Meike Elif Demir und Ben Brenner auf
dieser Jagd, die in Dortmund beginnt. Aber seien Sie gewarnt: Wenn man zu tief in
die Abgründe blickt, blicken die Abgründe auch zurück.
Euer Ralph (rup)