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A-dabadabadi - Kunst und KI - darf man das?

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Beitrag von Chrispie74 »

cornetto hat geschrieben: Dienstag 22. September 2026, 15:51 imaginäre Szenen, die überall auf Autobahnen hier oder an Stränden der Mittelmeerküste vllt. so hätten mal aufgenommen werden können
cornetto hat geschrieben: Dienstag 22. September 2026, 15:51 Damit nehme ich dem Betrachter ggf. die Distanz und verstärke die Konfrontation
Dazu vielleicht noch ein Gedanke: Dieses Vorgehen könnte vielleicht auch genau das Gegenteil bewirken, d.h. die Allgemeingültigkeit oder besser: Reichweite der Bilder herabsetzen. Man könnte denken: "Da fahre ich ja nicht lang" oder "Da reise ich ja nicht hin", usw. und sich so distanzieren. Bleibt das Bild ohne Caption bzw. nur mit Deiner Überschrift "Was vom Tag übrigbleibt", wirkt das Bild stärker als Impuls. Das heißt, der Betrachter muss etwas mehr Eigenarbeit bei der Kontextualisierung leisten und verknüpft das Bild so mit seinen eigenen Vorerfahrungen, seinem eigenen Wissen, seinen eigenen Positionen usw. Kognitiv gesehen kann das eine stärkere Wirkung haben, weil er sich das Thema im wahrsten Sinn des Wortes mehr "zu eigen" macht/machen muss durch eigene Verstehensprozesse und sich in Bezug dazu setzt.

Ich grüble noch, ob ich die beiden Bilder als Teil eines "Diptichons", d.h. als irgrndwie aufeinander bezogen oder beziehbar gut finde (bzw. ob/wie ich diesen Bezug leisten kann, was das dann für mich aussagt...).
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A-dabadabadi - Kunst und KI - darf man das?

Beitrag von gudrund »

Ich habe eher die Angst, dass es dann irgendwann heißt, die Bilder von z.B. Greenpeace, OceanCare u.s.w. sind ja auch alle manipuliert, das mit dem Müll ist doch gar nicht so schlimm.....
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Beitrag von AnnetteK »

Ja gehen wir mal zum Inhalt über.
gudrund hat geschrieben: Dienstag 22. September 2026, 18:23 das mit dem Müll
Ich seh da mehr Reste tödlicher Unfälle als einfachen Müll.
Chrispie74 hat geschrieben: Dienstag 22. September 2026, 18:15 irgrndwie aufeinander bezogen oder beziehbar
Einen Zusammenhang bekomme ich nicht zw. Ertrunken vor Griechenland und Unfall auf dt. Autobahn,
Die Umstände die dazu führten waren völlig unterschiedliche, in meinem Kopfkino jedenfalls.
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Beitrag von gudrund »

Unfälle kann nicht die Verbindung sein. Nach Unfall kehrt die Feuerwehr immer alles zusammen......Da liegt kein Schuh mehr an der Autobahn.

Vielleicht doch? Wegen der Handschuhe und Blut?
Aber ertrunkene Flüchtlinge und so ein Riesenteddy? Ich kapiere es nicht....
Zuletzt geändert von gudrund am Dienstag 22. September 2026, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Pontikaki Verified »

gudrund hat geschrieben: Dienstag 22. September 2026, 15:47 "Death in Paradise-Krimi" wo es ein Kunstwerk gab aus Flaschen,
Janee, das ist es nicht. Es ist ein Flaschentrockner, wie der ikonographische Flaschentrockner
von Marcel Duchamp, dessen Kunstverständnis @thalasseus in die Runde warf und der zu unserer Diskussion:
kann/darf man fremdgemachte/KI-gemachte Kunst, Kunstwerk benennen, passt:
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SCHMUCK MACHT KUNST TRAGBAR
Marion Ongyert - Goldschmiedin/Elfenbeinschnitzerin -
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Beitrag von thalasseus »

Pontikaki hat geschrieben: Dienstag 22. September 2026, 15:12 Tja, was glaubst Du würde Marcel zu dem "Dingen" rechts an unserm Haus sagen:
Öhm, hamse auch ne volle? :lol:
Na ja, oder halt beides.. Der "kreative Akt" ist doch das Herausreißen aus dem Ursprungskontext und Hereinstellen in einen neuen. Also dem Kunst-Kontext, hier mit seinem Angebot der Deutungsoffenheit.

Also, das mit dem Kontext und der, na ja sagen wir mal: Deutungs- oder Assoziationsbandbreite ist doch bei Bernds Arbeiten auch gegeben, würde ich sagen. Das wird doch bei den unterschiedlichen Interpretationen deutlich. Aber das macht sie doch nur besser, finde ich. Also, dass es eben nicht dokumentarisch festgemeißelt ist. Klar, der Untertitel hat so was davon, aber ist doch eigentlich nur eine Art Teaser. Der Titel "Was vom Tage übrig blieb" im Zusammenhang mit der Nahsicht, der Ästhetisierung usw. tut das Ganze doch schon in die Kunst-Kiste, auch ohne dass man's drüber schreibt.
Dazu noch diese Maß-Angabe plus "Digi-Print"...

In dieser Leitlinie der EU steht doch auch, dass es auf den Kontext ankommt und darauf, ob wie die Manipulation die Wahrnehmung von Authentizität oder Wahrhaftigkeit des Inhalts beeinflusst. Solange @cornetto sich nicht als Journalist o.ä. ausgibt, sondern das klar in einen Kunst-Kontext stellt, glaube ich nicht, dass es da Probleme gäbe. Ausgedruckt im Ausstellungsraum noch viel weniger, da ist die künstlerische Absicht ja unverkennbar. Höchstens, wenn Persönlichkeitsrechte betroffen wären, aber ist ja hier nicht der Fall. Aber nur meine Meinung...

---
(edit: ich finde auch @Chrispie74 Anregung bedenkenswert, diese Teaser-Untertitelung ggf. wegzulassen, um das deeper zu machen, mehr eigene Kontextualiserung zu ermöglichen usw. Damit würde der jetzt ziemlich vorne liegende Vermüllungs-Aspekt nach hinten rücken. Zugunsten von so einem allgemeineren Vergänglichkeits-Aspekt. Also: Were hat diese Schuhe mal getragen? Was bleibt zurück von (den) Menschen?
Und das Allgemeine bzw. das an solche Allgemein-Menschlichen-Dinge-Anknüpfbare ist, glaube ich, häufig stärker als so eine eher message-orientierte Kunst ..
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