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Vase Uranglas mit Metallmontierung

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Vase Uranglas mit Metallmontierung

Beitrag von orthogonal »

:) Hier komme ich überhaupt nicht voran.

Der Kern ist weißes Glas, außen herum ein transparentes Uranglas mit "Eis-Effekt", die Montierung ist feuervergoldetes Messing, die kleinen Ringe oben sind aus Eisen.

Ich dachte beim Kauf es wäre Jugendstil. Mehrere Bekannte haben mich aufgeklärt, dass die Zeitstellung wohl eher 1840 bis 1860 ist.

Und weiter komme ich nicht. So recht hat keiner eine Idee wo so etwas gemacht wurde. Böhmen? Frankreich? Ganz wo anders?

Zur Reinigung habe ich das Stück zerlegt. Weder das Glas noch die Montierung haben eine Markierung.

Besonders gemein ist, dass die Bildersuche anzeigt, dass es ähnliches Stück im September 2025 bei eBay-Schweiz versteigert wurde. Weil das bereits so lange zurückliegt führt das Vorschaubild dann aber zu einer ganz anderen Auktion. So bleibt offen, ob das Stück dort richtig beschrieben wurde oder nur als "hübsche Vase" lief.

Was sind eure Ideen zur zeitlichen und örtlichen Einordnung?
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Vase Uranglas mit Metallmontierung

Beitrag von Schmidtchen »

Für mich sieht das nicht nach Uranglas aus, sondern nur grünes Glas.
Hast du das mal mit UV Licht getestet?
Es wäre interessant das Glas von Unten zu sehen.
Ist da ein Glasabris dran?
So zweifarbiges Glas kenn ich nicht von so alten Stücken
Auch dieses Crackle Glas nicht.
Zuletzt geändert von Schmidtchen am Sonntag 14. Juni 2026, 19:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Vase Uranglas mit Metallmontierung

Beitrag von nostalgiker »

Hallo, (ich denke doch Uran-Glas)
@orthogonal, mag'st bitte noch die Maße angeben ?
orthogonal hat geschrieben: Sonntag 14. Juni 2026, 17:52 gemein ist, dass die Bildersuche anzeigt, dass es ähnliches Stück im September 2025 bei eBay-Schweiz versteigert wurde. Weil das bereits so lange zurückliegt führt das Vorschaubild dann aber zu einer ganz anderen Auktion.
das genau ist mir auch schon öfter passiert, auch bei Kleinanzeigen (D) , da hilft manchmal den Text in der betreffenden Anonce in die Textsuche reinzuschreiben. (manchmal funzts)
(kleiner Seitenhieb : Wo ist da jugendstiliges ?
Gruß Stefan
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Vase Uranglas mit Metallmontierung

Beitrag von nux »

Hallo,

kann mich des Gefühls nicht erwehren, es am ehesten mit einem Traubenwaschglas / Traubenwäscher zu tun zu haben. Die Form ist nur eine von vielen möglichen, aber die Montierung mit Reben, Weinblättern & Trauben spräche schon dafür. Ob die Ringe noch irgendeine Funktionalität dabei hatten oder nur dekorativ waren, da was durchgezogen war oder wurde oder an Ketten aufgehängt - ??

Das grüne Glas mit der Oberflächenstruktur sieht nach formgeblasen aus und das weiße dann als Innenfang - nicht der Kern i.e.S. mit Überfang, das ginge umgekehrt / so herum gedacht m.M. nicht. Es gab zwar auch Techniken mit nachträglichen Veränderungen der Oberflächen; das wäre mir aber für solch ein Stück evtl. zu aufwändig gedacht.

Ist das das Teil, was Du auch gesehen hattest? da in wohl farblosem Glas außen und ähnlicher Machart [Gäste sehen keine Links] - und als Jugendstil - vom Stil her- würde ich beide auch nicht ansprechen. Selbst wenn sowas noch in der Zeit dessen (hier, da oder dort) gefertigt worden sein kann. Die Ornamentik auch ohne das genauer jetzt benennen zu können sieht halt (noch) nach Historismus aus.

Wer solche Oberflächen und dann auch noch in - wenn es welches sein sollte - Uranglas hergestellt hat ... Du bist doch in AT, oder? da wäre Böhmen oder noch weiter in die Ecke wahrscheinlicher als FR.

das für (m)einen Anfang

Gruß
nux
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Vase Uranglas mit Metallmontierung

Beitrag von orthogonal »

Schmidtchen hat geschrieben: Sonntag 14. Juni 2026, 19:14 Für mich sieht das nicht nach Uranglas aus, sondern nur grünes Glas. Hast du das mal mit UV Licht getestet? Es wäre interessant das Glas von Unten zu sehen. Ist da ein Glasabris dran? So zweifarbiges Glas kenn ich nicht von so alten Stücken
:D Huiuiui! Das vierte Bild oben ist eine Aufnahme unter UV-Licht. Das Glas strahlt, als könnte man damit ein Kraftwerk betreiben. Diese Formgläser wurden in wassergetränkte Holzmodel geblasen. Es gibt deshalb unten keinen Abriss, der wäre oben an der Pfeife. Überfangglas gibt es seit der Antike und war seit dem Biedermeier wieder sehr beliebt.
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Vase Uranglas mit Metallmontierung

Beitrag von orthogonal »

nux hat geschrieben: Sonntag 14. Juni 2026, 19:29 Traubenwaschglas / Traubenwäscher
:) Ja genau, dieses weiße wurde mir über die Bildersuche angezeigt. Ich dachte bei der Form auch an Traubenwäsche/Sellerievase. Die ursprüngliche Funktion ist aber nebensächlich, ich plane ja nicht das Stück so zu verwenden.

Vom Bauchgefühl bin ich auch ganz stark bei bei Harrach, ich finde aber einfach kein ordentlich bestimmtes Vergleichsstück.

Zur Technik: Ich glaube auch, dass erst der grüne Bereich geblasen wurde. Der wurde dann in Eiswasser abgeschreckt und anschließend wieder so erhitzt, dass sich die Fugen schließen. Am Ende kam der dünne weiße Kern.
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Beitrag von nux »

orthogonal hat geschrieben: Sonntag 14. Juni 2026, 19:40 Diese Formgläser wurden in wassergetränkte Holzmodel geblasen. Es gibt deshalb unten keinen Abriss, der wäre oben an der Pfeife.
uiuiuii :|

stärker strukturierte Gläser können auch in Metallformen geblasen werden und meist gemacht; sog. optisch geblasenes Glas insbesondere. Holzmodel würden sich da glaub auch einfach zu schnell abnudeln - die sind eher zum eigentlichen Formen von Hohlgläsern und Drehen beim Blasen, damit was rund wird... und wie gesagt: Überfang und Innenfang unterscheiden: grad letzteres war im Biedermeier auch häufig, weil diese Möglichkeit (wieder-)entdeckt.

Und: ein Abriss - wie vielerorts durch mancherlei selbst gebildete Leutz immer wieder so hübsch falsch behauptet wird- kommt nicht von der Glasmacherpfeife. Sondern von dem sog. Hefteisen, mit dem ein Werkstück von einer Pfeife abgenommen wird und dann davon abgeschlagen/abgetrennt - z.B. da ab 10:45 das Umheften [Gäste sehen keine Links]

ist das denn crackle glass? also echtes Krakeleeglas? ich seh da so nur 'ne raue Oberfläche - dafür bräuchte es mal einen Durchleucht-Versuch mit Bild. Es ist auch egal, ob Dir der Zweck egal ist - beim Überlegen wer wo was und warum gemacht und angeboten hat/haben könnte sind so Sachen oft wichtiger. In keinen oder kaum einem alten Prospekt(en), Anzeigen, Werbung aus der Zeit z.B. stehen Material-Beschreibungen wie sie heute z.T. ganz anders gemacht/verwendet werden. Die Crux auch wer hat es gemacht, das ganze Stück und wer wo zugekauft noch wieder ein anders Blatt.
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Beitrag von marker »

Guten Tag, würde zu gerne die Unterseite der Fassung sehen, zwecks Eindruck von der Qualität des Gusses. Gruss marker
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