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in unserer Familie befindet sich seit mindestens hundert Jahren ein Siegelring. Seit meiner Kindheit hat er mich fasziniert und ich habe damals meine Mutter und Großmutter über die Herkunft und das Motiv befragt, aber niemand wußte etwas darüber. Jetzt bin ich der Eigentümer des Ringes und habe begonnen dazu zu forschen. Ich habe verschiedene Museen und Universitäten angeschrieben, aber leider gab es da keine Rückmeldungen (eine Anfrage läuft noch). Das G hat nix mit den Freimaurern zu tun, ist bereits abgeklärt.
Deshalb entschied ich mich die ersten Schritte selbst in die Wege zu leiten und habe eine Materialanalyse durchführen lassen. Der Ring hat ein Gewicht von 16 Gramm, einen Innendurchmesser von 22 und Außendurchmesser von 29 Millimetern. Laut Analyse besteht er aus vergoldeter Bronze, Herstellungszeit spätes Mittelalter bis Anfang neunzehntes Jahrhundert. Zur Herkunft der Metalle konnte man mir nichts sagen, deshalb habe ich eine Suche mit KI durchgeführt. Danach stammt das Metall aus dem Erzgebirge, dem Harz, oder den Voralpen.
Ich habe die Siegelplatte dann auch von der KI beurteilen lassen, dabei gab es dann verschiedene Aussagen, die sich jedoch bei der Rückwärtssuche nicht bestätigen ließen.
Die für mich wahscheinlichste Aussage lautet, dass es sich eventuell um den Ring eines Steinmetzes handelt, vielleicht eines Innungsmeisters. Allerdinsg fehlen die Innungszeichen.
Jetzt möchte ich mal das Schwarmwissen des Forums auf dieses Obejkt loslassen.
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Lieber Chris,
erstmal herzlich Willkommen in der Schatzkiste.
Du hast da ein spannendes Stück und schön, dass du dazu so ausführlich berichtet hast.
Ich kann dir leider nicht groß weiter helfen, doch sicher wirst du noch Infos von kundigen Forumsbewohnerinnen und -bewohnern bekommen.
Was du noch liefern könntest sind bessere Bilder, je mehr desto besser und auf neutralem Untergrund und bei gutem Tageslicht (draussen zw. den Regengüssen).
Ja was ich beizutragen habe ist diese leidige Ki Suche.
Die gängigen Modelle sind keine Suchmaschinen sondern gebaut um hübsch zu formulieren.
Die meisten zeigen die Quellen an, aus denen die Infos gesogen wurden. Genommen wird was am meisten Klicks hatte, also Wikipedia Artikel, youtuber mit großer Reichweite, diese Seiten hier tauchen auch öfters auf.
Wenn dir, wie du schreibst, die professionelle Analyse nix über die Herkunft der Metalle sagen konnte, wie soll es dann die KI.
Deren Wissen ist viel begrenzter.
Es gibt fachbezogene Systeme, also für z.B. eine Firma gezielt gebaute. Die können sicher was leisten.
Aber die allgemeinen sind nur für allgemeines, Wie wird das Wetter morgen, oder wann starb Goethe.
Die Herkunft vom Metall ist aber auch nicht so wichtig. Bronze kann eingeschmolzen und neu verwendet werden.
Also gut möglich, dass die Bronze noch viel älter ist als dein Ring.
Ich schreibe nur mal spontan meine Gedanken, nicht hauen bitte.....
Das "G" ist sowas von modern, dass das ganz bestimmt erst "letztens" draufgekommen ist (mir fällt jetzt auch nicht ein, welches Symbol das sonst darstellen sollte.......).
Obenherum sieht es für mich ein wenig so aus, als wäre eine alte Münze am Rand zackenförmig eingeschnitten und über einen Ring gearbeitet worden.
Vielleicht kompletter Mist, wie gesagt, ein Versuch.
Wäre es eine alte Münze, würde ich vielleicht mal bei Gorny & Mosch ([Gäste sehen keine Links]) nachfragen.
schließe mich da zum einen der Vor-Schreiberin an, bessere Fotos, auch große, will sagen hochauflösende Ausgangsdateien bitte, nichts verkleinern, die Forensoftware komprimiert selbst. Diese Briefmarken unter 50KB im Schummerlicht sind nicht wirklich brauchbar für Details.
Und ja: AIs 'wissen' selbst nichts, sammeln Infos aus Texten lediglich x-fach schneller als Menschen auf Basis von Stichworten oder Bildern, werten nach statistischer Wahrscheinlichkeit aus - aber untrainiert / nicht spezifisch trainiert ohne Urteilsvermögen für die jeweilige Fragestellung. Was davon richtig, wichtig oder tatsächlich relevant ist. Bis hin zu fehlerhaft oder halluzinierend...
Da ein großer Teil des www auch aus Angeboten zum Verkauf besteht kommt jeglicher Schrapel von daher mit, wenn man da nichts filtert. Und damit auch sämliche was-weiß-ich nur werbende Beschreibungen von Anbietern ohne echte Ahnung. Oder andere freie z.B. Sprachmodelle: lasst sie Texte schreiben, wenn da Bedarf besteht, aufgaben erledigen falls machbar, aber sonstige persönliche Ver-/Anwendungen bis hin zu privaten Pläuschen sollte man nach wie vor sehr kritisch sehen/angehen.
Zum anderen: ein Siegelring ist das m.M. nicht. Den / so etwas hat doch keiner in Siegellack getaucht um ein Schreiben zu bestätigen? Was die Gravur bedeutet, da kann man dann drüber fabulieren, auch in welchem kulturellen Kontext so etwas stehen könnte. Und: war das immer schon ein Ring oder ist/sind da evtl. (eine) Münze(n) mit im Spiel?
Denn es erschließt sich mir nicht, warum ein Reiter auf einem Pferd mit erhobenen Händen und baumelnden Beinen von Dir mit einem Steinmetz assoziiert wird? da sollte man ggf. auch mit automatischen Übersetzungen des englischen Wortes 'signet' etwas vorsichtig(er) sein. Ein persönliches Zeichen eher. Wenn das G der Großbuchstabe G ist: seit wann gab es den in welcher Schrift und wo? da setzt man mit Paläographie an. Gegeben hat es das G schon bei den Römern, aber in alten Schriften wie Unziale oder Majuskeln sieht er anders aus. Nicht einfach ab-/einzugrenzen.
Hinsichtlich der Materialanalyse - ja, das eine ist das eine, die Zusammensetzung, die Werte. Die es gälte wenn von echten Fachleuten auf dem Gebiet beurteilen zu lassen; das andere einfach (Windel-)Weichkäse.
Das übergreifende Forschungsgebiet nennt sich Archäometrie [Gäste sehen keine Links] - hier bei Bronze eben der immer noch etwas-Exot Archäometallurgie. In Deutschland wird das glaub schwerpunktmässig am Bergbaumuseum Bochum gemacht (solltest Du mal nachsehen). Das älteste ist das in London, das Institute for Archaeo-Metallurgical Studies [Gäste sehen keine Links] - am UCL / University College London
das auch nur als ersten Kommentar für mehr Einstiegspunkte
Gruß
nux
Zuletzt geändert von nux am Sonntag 14. Juni 2026, 12:14, insgesamt 1-mal geändert.
gudrund hat geschrieben: ↑Sonntag 14. Juni 2026, 11:32
Das "G" ist sowas von modern
hehe - das hab ich halbwissenderweise für mich auch kurz schon - also die Römer waren's [Gäste sehen keine Links] - in größer das Bild [Gäste sehen keine Links]
ich weiß ehrlich gesagt nicht, was auf besseren Bildern noch besser erkennbar sein soll
man sieht doch auch so schon sehr gut, dass das nicht einfach ein Pferd ist, sondern ein Tier mit überdimensionalen Kopf, vermutlich mit Mensch drauf.
aber welches?
und warum so dargestellt? grober Murks? oder in welcher Kultur war das vielleicht normal?
mein erster Eindruck war: römisches Reich, aber kein Bodenfund
nur ist das Tier seltsam unproportional
(wieso das Material aus dem heute deutschen Raum sein soll, ist mir nicht überzeugend genug dargelegt,. zur Zeit des römischen Reichs haben die Germanen wohl eher Bronzegegenstände von dort importiert)
oder der Ring ist wirklich so viel jünger, also z.B. Frühe Neuzeit, wo das Kupfer hierzulande abgebaut wurde. aber grad in dem kulturellen zeitlichen Kontext finde ich die Tierdarstellung noch seltsamer
schade, dass es von Museen und Inis keine Antwort gab
Mir kam ja ein Krokodil in den Sinn (auch die Füße gerade). Das Einzige, was mir annähernd ähnlich erschien, war eine sassanidische Perle ([Gäste sehen keine Links]).
Habe mich aber nicht getraut, dies vorzuschlagen.........dann passt das römische G nämlich auch eher nicht.....)
Ich würde es aber einmal in Knete abdücken, so wie man das bei den antiken Rollsiegeln macht, um die Darstellung besser zu zeigen.
Hallo und guten Tag an alle Forenmitglieder ! Ich habe hier mal wieder ein Objekt aus dem Nachlass meiner Tante . Woher der Ring stammt ist mir unbekannt. Es handelt sich um ein Siegelring aus Eisen ( ist magnetisch ). In diesem Fall geht es mir nicht um das Siegel ( was wahrscheinlich unmöglich ist um es zu bestimmen ) , sondern um das Alter des Ringes. Habe bisher auch nicht herausfindenn können bis wann Siegelringe aus Eisen hergestellt wurden. Meist findet man sie aus Bronze oder Silber ....
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Vllt. solltest Du mal mit dem Stadtarchiv Bregenz und/oder dem vorarlberg museum zusätzlich Kontakt aufnehmen; ev. auch mit der Familie selbst; die gibt es z.B. dort sogar wappenführend da ja noch
Liebes Forum, Vielleicht könnt ihr mir bei meiner Suche helfen. Ich habe vor geraumer Zeit einen Siegelring (siehe Bilder) mit einem synthetischem Turmalin vererbt bekommen. Der Ring ist aus 585er Gold und wurde vermutlich um 1933 im südlichen Harzgebiet (Quedlinburg, Halberstadt, Wernigerode) erworben und graviert. Vor dem 585-Stempel befindet sich eine Schwan-Punze. Da Krone + Sonne als amtliche deutsche Prüfpunze fehlen, gehe ich davon aus, dass der Ring — oder zumindest das Gold — aus dem...
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Guten Morgen allerseits, nicht wirklich zum Thema beitragend, aber als kleine Ergänzung: Gleiches gilt für Halbmond & Krone bei Silberschmuck Trotzdem kommt es immer wieder vor. Bei Goldschmuck noch nicht gesehen, bei Silber aber immer wieder mal, wenn auch selten. Meistens sind es dann Siegel- bzw. Monogramm-Ringe. Ob das durch den Zweck evtl. als Gerät gezählt werden kann? Hier könnte ich mir sogar noch vorstellen, dass die Ringschiene evtl. sogar mal ein Serviettenring o.ä. war: Viele Grüße...
Wenn die Vergangenheit dunkle Geheimnisse verbirgt... ein Thriller aus dem Ruhrpott
Haldenfeuer: Alte Schuld. Düsterer Sog. Ein Psychothriller. Kein Entkommen.
Für Leser, die komplexe Gesellschafts-Thriller lieben, in denen die Spuren eines Verbrechens Jahrzehnte zurückreichen. HALDENFEUER ist eine Geschichte über alte Schuld, die über Generationen gärt, erzählt mit kühler Präzision und einem unbarmherzigen Sog.
Begleiten Sie Frank Köhler, Meike Elif Demir und Ben Brenner auf
dieser Jagd, die in Dortmund beginnt. Aber seien Sie gewarnt: Wenn man zu tief in
die Abgründe blickt, blicken die Abgründe auch zurück.
Euer Ralph (rup)