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Wir erleben gerade wieder eine Art deja vu.
Zu allen Zeiten wurde altes Silber eingeschmolzen, um aus dem Material neue Gegenstände anzufertigen. Deswegen ist sehr altes Silber auch relativ selten.
In Notzeiten wurde das Tafelsilber als letzte Sicherheit versilbert, da Silber eben auch zugleich geltendes Zahlungsmittel war. Legendär die Zeit 1809-12,
als Preußen seine Kriegsschulden gegen Frankreich bei seinen Bürgern eingetrieben hat, indem sie 1/3 ihres Silber abgeben mussten (noch heute erkennt man die beglichene Steuerschuld an der FW-Marke). Auch in Österreich gab es dieses Vorgehen von Seiten des Staates und bezeugt wird das durch die Repunzierungsmarken.
Auch im 1. und 2. Weltkrieg war der Staat auf echtes Geld angewiesen, da das Papiergeld an Vertrauen verloren hatte. Ich gab Gold für Eisen, wenn Privatpersonen ihren goldenen Ehering gegen Eisen tauschten, als Zeichen ihres Patriotismus.
Dann kam Anfang der 80er Jahre die Brüder Hunt auf die Idee, dass man mit wenigen Milliarden Dollar den Silbermarkt leerkaufen könnte. Der Preis erreichte damals einen Wert von fast 50 Dollar, was kaufkraftbereinigt heute deutlich über 200 Dollar wären. Es gibt Berichte, dass sich damals lange Schlangen vor den Scheideanstalten gebildet hatten, wo man Silber aus allen Zeiten in die Schmelze abgeben konnte.
Lange Zeit passierte dann wenig. China hatte in großen Mengen Silber auf den Markt geworfen und da das Material für die Fotoindustrie nicht mehr so wichtig war und auch das Tafelsilber an Bedeutung verloren hatte, sank der Preis in den 90er Jahren bis unter 5 Dollar/Unze. Gegen Ende der Nuller Jahre nahm der Preis dann erneut Anlauf und 2011 scheiterte der erneute Silberanstieg kurz vor dem alten Höchstkurs, erreichte aber für kurze Zeit ebenfalls wieder Werte über 40 Dollar je Unze um danach wieder zu fallen für kurze Zeit bis unter 13 Dollar/Unze.
Nun also wurde die alte Höchstmarke geknackt und da es nun keinen Wert mehr gibt, an dem man sich orientieren kann, erlebten wir über die Weihnachtstage einen sehr volatilen Markt.
Worauf ich hinaus will. Viele Sammler/Händler ... denken nun erneut darüber nach, ihr Tafelsilber zu versilbern. Ja, um das ein oder andere Stück mag es nicht schade sein, aber leider erkennen nicht alle, welche historischen Schätze sie in ihrem Besteckkasten haben und so gehen wohl wieder viele Tonnen an altem Silber der Forschung unwiederbringlich verloren.
Vielleicht gibt es ja einige Leser, die mit diesem Gedanken spielen und so meine Bitte:
Lasst nicht zu, dass barockes Silber verloren geht.
Vielleicht sollte man da eine Art Tauschbörse einrichten. Dass man Material gegen Material tauscht, etwa alte silberne 10 DM-Münzen oder 10/20/25 Euro oder Reichsmark, Franken, Dollar, Gulden ... .
Macht Bilder der Marken und stellt sie hier im Forum ein, so dass wenigstens die Bilder der Marken auf Dauer gesichert sind.
Silberpunze hat geschrieben: ↑Donnerstag 1. Januar 2026, 15:31
Vielleicht sollte man da eine Art Tauschbörse einrichten. Dass man Material gegen Material tauscht, etwa alte silberne 10 DM-Münzen oder 10/20/25 Euro oder Reichsmark, Franken, Dollar, Gulden ... .
Ich meine von dieser Idee an anderer Stelle schon gelesen zu haben. UNTERSTÜTZENSWERT
DANKE für deine Worte insgesamt
BG Stefan
Silberpunze hat geschrieben: ↑Donnerstag 1. Januar 2026, 15:31
Ich gab Gold für Eisen, wenn Privatpersonen ihren goldenen Ehering gegen Eisen tauschten, als Zeichen ihres Patriotismus.
mit deiner Erlaubnis @Silberpunze hier ergänzend :
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Der deutschen Hausfrau Opfersinn
Gab Kupfer für das Eisen hin
Im Weltkrieg 1916
Also, was barockes Silber angeht, bin ich ja ganz Eurer Meinung, v.a. Unikate usw.
Aber "Gold gab ich für Eisen" ist ja schon von 1813, und was dann da aus Eisen entstand, ist einfach ganz reizend und hochwertig.
Und heute äußerst gesucht und teuer......
Und mal ganz ehrlich: ich liebe den alten Berliner Eisenschmuck (wenn ich mir den auch nicht leisten kann...): z.B.: [Gäste sehen keine Links]
Guten Tag, nicht nur Silberbesteck und Korpusware wurden Opfer der Einschmelzwellen. In Folge der Spekulation der Hunts wurden auch überaus zahlreiche schwarz-weiss Kopien von 35mm-Filmen ab den späten 1970ern zerstört. Eine solche Kopie (pro Rolle 20 Minuten Film als "Doppelakte") bestand aus 4 bis 6 Rollen (entsprechend einer Filmlänge von 80 bis 120 Minuten) und enthielt 1 bis 1.5 Kilo Silber. Wenn die Filme nicht mehr im Verleih waren und reichlich Lagerkosten verursachten, war die Verlockung zu gross. Leo Kirch, einer der grössten Verleiher damals, hat seine Lager recht systematisch reduzieren lassen. Als die Deutsche Kinemathek in Berlin in den 1980ern eine Retrospektive des Jungen Deutschen Films ab Ende der 1950er Jahre versuchte, konnten sie von einigen - zumindest historisch bedeutsamen - deutschen Filmen der jüngsten Jahrzehnte schlicht keine 35mm-s/w-Kopie mehr finden. Mit Glück eine in 16 mm. Eine Nachfrage in ausländischen Archiven verlief meist ebenso erfolglos. Das Britische National Film Archive antwortete etwa bedauernd auf die Frage nach derartigen Kopien "we junked them by now" - "die haben wir mittlerweile verschrottet". Erst die Digitalisierung und damit oft zusammenhängende Restaurierung der letzten 25 Jahre hat da gelegentlich rettend und wiederherstellend wirken können. Also auch auf dem Gebiet des klassischen "Films als Film" hat es Verluste gegeben. Gruss marker
Hallo Freunde des edlen Metalls, habe in der Schweiz diese Besteckteile gefunden. Kann mir jemand sagen, ob es Silber ist und wie die Punzen zuzuordnen sind? viele Grüße Mike
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Hallo Nux, vielen Dank für die Infos. Werde mal in der Richtung weiter recherchieren! MfG Mike
Hallo an alle, brauche wieder mal euer Schwarmwissen; habe ein Armband bekommen das aus massivem Silber ist ,dürfte vom Design her aus den 70er Jahren sein. auf dem Verschluss ist das Stück mit 800 und J C gestempelt. Gewicht ist ca. 110 Gramm,also relativ schwer . Länge ca .20 cm Kann eventuell jemand bestimmen welcher Hersteller sich hinter J C versteckt? Danke an alle. Messie
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... dabei stand's schon im alten Rosenberg. Hätt* ich doch nur mal nachgeguckt. Des cendres sur ma tête.... m.
Hallo zusammen, ich brauch bitte Hilfe bei der Bestimmung von diesem Objekt. Ist es Silber? Von wann ist es ungefähr? Und habt ihr einen ungefähren Wert für mich? Breite ca 35 cm Tiefe 22 cm und Höhe ca 5cm Danke 🙂
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Vielen lieben Dank 👍🏼 Ja sollten die original Gläser sein, eins hat leider ein kleinen Abplatzer.
Hallo zusammen, hat jemand eine Idee zur Einordnung dieser Punzen und zum Objekt. Die Initialen sind die des ehemaligen Besitzers welcher von 1905 bis 1985 gelebt hat. Die 800 steht für den Silbergehalt, aber die beiden anderen Punzen konnte ich nicht wirklich recherchieren. Das Objekt wurde einem Familienmitglied zur Konfirmation geschenkt. Habe weitere Punzen gesucht, aber noch keine gefunden.
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Jetzt gibt es auch die passenden Gabeln dazu. Sieht für mich wie gesagt im Konvolut wie eine Art Hochzeitsgeschenk aus. Wobei die anderen Gegenstände (Messer, Löffel etc) nach dem Erbe in andere Haushalte geflossen sein könnten. Zumindest das Dekor paßt zu allen Gegenständen! Danke noch einmal für die großartige Recherche! Da ein Objekt mit KLAIPEDA bestempelt wurde und die anderen nicht, tippe ich tatsächlich auf die Zeit um 1923 - 1939.
Hallo, habe diesen Ring im Konvolut gekauft, die Punze mit der Hand… kann die jemand einordnen? Der Ring ist nichts besonderes, bin aber neugierig. Vorab vielen Dank und liebe Grüße!
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Auch mein erster Gedanke ist hier Hall. Zwar gab es noch andere Städte, die eine Hand als BZ nutzten, wie beispielsweise Altenburg (aber nicht mehr im 19. Jh) oder Strasburg in Westpreußen. Im 19. Jh. finde ich in Schwäbisch Hall einen Meister Friedrich Schröder, der aus Schweinfurt kam und um 1850-60 in Hall als Gold- und Silberarbeiter genannt wird. Bisher hatte ich kaum mit Schmuck zu tun, da dieser meistens nicht gestempelt worden ist. Auf jeden Fall ein interessanter Fund. Die Inschrift...
Hallo liebe Experten, Kann mir jemand sagen, um welche punze es sich hier handelt? Habe etwas recherchiert, aber nichts zu dem Zeichen gefunden. Danke im voraus
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Hallo :slightly_smiling_face: vermuten kann man den Ort - Hanau. Denn das runde Symbol zeigt einen Teil des Wappens, sog. Hanauer Sparren. Das und weil sowas wie eine Stadtmarke und numerischer Feingehalt nicht zusammen verwendet wurden bzw. hätten verwendet werden sollen, weist die Richtung zu sog. Hanauer Silber. Wenn Du dort bei Georg Rüttinger schaust, siehst Du das wie hier auch
Wenn die Vergangenheit dunkle Geheimnisse verbirgt... ein Thriller aus dem Ruhrpott
Haldenfeuer: Alte Schuld. Düsterer Sog. Ein Psychothriller. Kein Entkommen.
Für Leser, die komplexe Gesellschafts-Thriller lieben, in denen die Spuren eines Verbrechens Jahrzehnte zurückreichen. HALDENFEUER ist eine Geschichte über alte Schuld, die über Generationen gärt, erzählt mit kühler Präzision und einem unbarmherzigen Sog.
Begleiten Sie Frank Köhler, Meike Elif Demir und Ben Brenner auf
dieser Jagd, die in Dortmund beginnt. Aber seien Sie gewarnt: Wenn man zu tief in
die Abgründe blickt, blicken die Abgründe auch zurück.
Euer Ralph (rup)