Hallo,
gut gemacht die Fotos, ja - danke. Aber besteht da Eile? weil das täglich nachfragen bringt halt dann auch nichts, wenn grad keiner da ist bzw. Zeit hat sich mit einer eher etwas komplexen Frage zu befassen. In ein paar Tagen ist Weihachten und viele mit Vorbereitungen befasst oder anderweitig engagiert.
Die Eckpunkte hat @marker schon genannt. Bei US-amerikanischen Silber ist es oft nicht klar, wann etwas entstand. Wenn keine Jahresmarken vorhanden sind, hat man bestenfalls eine Abgrenzung nach unten durch eine Patentanmeldung eines Musters, also wann die erste Fertigung ca. war. Und nach oben durch das Ende eines Unternehmens. Selbst mit datierenden Widmungen kann man nur feststellen dann oder davor; oft wurden Sachen erst viel später weitergegeben.
AndreZ hat geschrieben: ↑Sonntag 21. Dezember 2025, 09:07
Alle Teile die ich gefunden habe, mit Nummer 675 haben kein 675 E und sehen auch etwas anders aus. Aber kein Vergleichsstück wo man ein ungefähres Datum findet.
da sieht von der Form her nichts 'anders' aus, es ist das Modell 675 - egal wie viel ich mir davon jetzt angesehen habe. Aber auch: die sind glatt, ohne die Blumen- und Blätter-Dekor-Gravuren
da ein großes Set mit Monogrammen
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ein kleines
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und eine Wasserkanne
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Und nicht alle Kannen in allen Größen haben eben Holzgriffe. Wenn Du Dir das E mal genauer ansiehst - was fällt auf? eben - das ist händisch gestichelt. Denke es ist die Bezeichnung für das, nein dieses eingravierte Muster. Ob das aber schon beim Hersteller selbst gemacht wurde oder von jemand anderem extern - ??
Mein Bauchgefühl würde bei diesem am ehesten 'Edwardian' sagen, auch wenn das englische Zeitrechnung ist - also nach 1900 und eher nicht unbedingt noch nach 1920. Das ist völlig unverbindlich, nur eine Vermutung.
Das ist die Periode noch der Belle Epoque, des Art Nouveau und Jugendstils - aber das hieß anderswo so und sah auch anders aus. Aber das Gemisch aus 'old english', also klassizistisch mit dann aber üppigen, wogenden Formen wie die Kleidung der Damen, mit floralen Elementen verziert - das war das halt 'in' und schwappte auch über den Teich.
Man schaue sich bei solchen Fragestellungen zwecks Abgleich auch Sachen anderer Hersteller zusätzlich an und klebe nicht nur an einem. Wenige Bsp. mit klar datierbarem englischen Silber sollten da optisch schon auf die Sprünge helfen
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und ja: richtig wichtig ist es nicht, denn es wurden immer mal wieder auch viel später Stücke passend nachgefertigt; oft nach Erbteilungen. Und im Handel das Interesse gilt dem 'Was', oft rein nach Geschmack, dann dem Gewicht und der Zustand, wesentlich mehr als dem 'von wem und wann'. Klar gibt es auch Sammler, aber häufig nicht nur zum Hinstellen und Angucken, sondern sich Einzelteile zusammenzusammeln, da ganze Sets oft teurer sind.
Aber ein tea- and coffee-set ist bei Anschaffung nach wie vor meist auch zum Gebrauch gedacht.
Gruß
nux