Du benutzt einen Werbeblocker: Die Nutzung der Website und des Forums ist kostenlos und soll es auch bleiben, finanziert wird es nur durch die Einblendung einiger Werbeanzeigen, daher wäre es schön wenn Du den Blocker deaktivieren würdest. Vielen Dank ...
Bitte für jedes Bild nach dem Hochladen -Im Beitrag anzeigen- anklicken. Danke vorab.
Die faszinierende Welt antiker Möbel und Stilmöbel! Hier findest du alles, was dein Herz begehrt: Bestimmung von Stil und Alter, spannende Diskussionen über Möbelgeschichte, wertvolle Tipps zur Pflege und Restaurierung – und natürlich jede Menge Inspiration! Egal ob du stolzer Besitzer eines antiken Erbstücks bist, deine Wohnung mit Vintage-Möbeln einrichten möchtest oder einfach nur neugierig bist – hier bist du genau richtig!
Forumsregeln
Damit wir dir bestmöglich helfen können, beachte bitte folgende Regeln, wenn du ein Möbelstück zur Beurteilung einstellst:
Bilder: Stelle gute Bilder des gesamten Objekts von mehreren Seiten zur Verfügung.
Nahaufnahmen: Mache Nahaufnahmen von allen Holzverbindungen, Beschlägen und eventuellen Besonderheiten.
Informationen: Teile alle vorhandenen Informationen zu Herkunft und Historie des Möbelstücks mit.
So können wir uns ein umfassendes Bild von deinem Möbelstück machen und dir die bestmögliche Unterstützung bieten.
Hallo,
habe mir heute diesen grossen 12-kassetigen Eiche-Massiv-Schrank zugelegt. An dem Schrank ist alles aus Eiche, selbst die Rückwand und das Innenleben.
Ich werde die Lasur runter nehmen und ihn anschließend wahrscheinlich nur ölen. Ich möchte eine matte Oberfläche erhalten.
Fragen:
Wie alt schätzt ihr den Schrank?
Habt ihr Tipps zur Entfernung der Lasur?
Was sollte ich beim Ölen beachten?
Danke schon mal und viele Grüße
Jens
20191214_145212.jpg (99.99 KiB) 1089 mal betrachtet
20191214_145035.jpg (40.54 KiB) 1089 mal betrachtet
20191214_144949.jpg (58.74 KiB) 1089 mal betrachtet
20191214_144935.jpg (63.57 KiB) 1089 mal betrachtet
20191214_144917.jpg (78.78 KiB) 1089 mal betrachtet
Glückwunsch zu neuem "alten Schätzchen". Zu der Lasurabnahme würden Dir manche zum Abbeizen raten, ich persönlich habe damit keine Erfahrung. Habe einen Schubladenschrank aus Eiche von sehr dunkler Lasur mit Aceton befreit. Ich wählte Aceton da das Eichenholz auch zudem auch sehr mit Öl beschmiert war. Die dunkle Lasur ging dabei auch sehr gut ab. Mit Schleifvlies geht es dann auch viel leichter ab. Kannst anstelle Aceton auch Spiritus ausprobieren.
Beim ölen musst nur beachten dass das Holz trocken ist, überschüssiges Öl solltest abnehmen. Leinöl hebt am besten die Maserung hervor. Da ich meinen Schrank auch nicht zu glänzend haben wollte, wählte ich die Oberflächenbehandlung aus Schellackwachs- Mischung, siehe Photos. Natürlich kann man es auch nur geölt lassen, reines Geschmacksempfinden. Viel Freude am verschönern!
IMG_20190717_145011~2.jpg (164.31 KiB) 1063 mal betrachtet
IMG_20190915_163034~2.jpg (117.69 KiB) 1063 mal betrachtet
Ich verstehe, wenn du den Schrank lieber ein bisschen „natürlicher“ haben möchtest.
Bloss beim Bild von der Rückseite des Kopfes habe ich gedacht: Oh oh......
Das sieht so aus, als ob diese rötliche Lasur ziemlich ins Holz eingezogen ist.
Und man weiss dann nie, wie tief an welchen Stellen.....
Dann würde eine oberflächliche Abnahme mit Aceton, wie reas sie vorgeschlagen hat, vielleicht Flecken im Holz oder Reste an den Leisten oder Türfüllungen hinterlassen....
Man kann Glück haben und alles geht gut ab, aber man kann natürlich auch Pech haben....
Und bei einem so grossporigen Holz hätte ich ehrlich gessagt ziemlichen Bammel, was mich dann erwarten würde.
Und bezgl. des Abbeizers, das wäre dann die Alternative.
Aber das muss schon wirklich ein guter Edelholzabbeizer sein.
Ich weiss gar nicht, ob ein guter Abbeizer für Eiche, der auch Lasuren und nicht nur Lacke entfernt, überhaupt noch angeboten wird.
Der Edelholzabbeizer, den wir über Jahre in solchen Fälle benutzt haben, war von einer sehr alt eingesessenen Farben und Lacke Firma in Düsseldorf, Gebr. Tapken auf der Brunnenstr.
Das ist übrigens ein sehr schöner, unverwüstlicher Schrank.
Sieht auf den ersten Blick aus wie Biedermeier, kann aber auch durchaus eine Herstellung Anfang des 20. Jahrhundert sein. Dazu müsste man noch ein paar Details haben....
Das ist ja mal ein schnörkelloser und ehrlicher Schrankschrank. Da ist alles dran und nix zuviel.
Ein sehr solider Zerleger aus der Zeit um 1850. Zeitlos in der Proportion und Gestaltung. Scheinbar perfekt in der Holzerhaltung. Das er kein Möbel aus jüngerer Zeit ist, erkennt man an dem Mittelsteg zwischen den Türen (barockzeitliche Tradition), den hölzernen Klammern die die Decke und den Boden mit den Seiten verbinden, den Fitschenbändern und besonders an den geprägten Schlüsselblenden. Letztere dürften aus Leder sein.
An dem Schrank ist wahrscheinlich noch alles mit der Hand gesägt und gehobelt.
Die rote Beize oder Lasur sollte den Mahagonilook vortäuschen.
Ich würde ihn brutal und gegen jeden restauratorischen Ethos ablaugen und nach dem Schleifen dann mit einer hellen Oberfläche versehen. Dat geit! :')
Gruß Gerümpel
"The ball I threw, while playing in the park, has not yet reached the ground." (Dylan Thomas)
gerümpel hat geschrieben: ↑Samstag 14. Dezember 2019, 22:50
Ich würde ihn brutal und gegen jeden restauratorischen Ethos ablaugen
Einspruch Euer Ehren.....!!
. ne wirklich, bitte, bitte keine Lauge, das ruiniert das Eichen-Holz.
Bitte einen guten Edelholzabbeizer, den wäscht man auch mit Wasser runter.
gerümpel hat geschrieben: ↑Samstag 14. Dezember 2019, 22:50
den hölzernen Klammern die die Decke und den Boden mit den Seiten verbinden,
Mh, die hatte ich auch noch an Schränken aus der Jahrhundertwende und später.
Nicht jeder Schrank aus der späteren Zeit hatte Schrankschrauben, die Schreiner konnten auch noch das alte Handwerk.
Zuletzt geändert von mia_sl am Samstag 14. Dezember 2019, 23:07, insgesamt 3-mal geändert.
reas hat geschrieben: ↑Samstag 14. Dezember 2019, 23:01
Das ist ja mal eine richtig schöne Bezeichnung.
Stimmt, ist ja auch ein richtig tolles Teil.
Das ist wirklich ein richtiger Schrank. Und aus einem Material, was alles aushält und wo sich nichts verzieht.
Den hat man noch auf ewig und drei Jahre.
Aufgebaut in knapp 10 Minuten, abgebaut in gleicher Zeit.
Mit dem ziehst du 10 mal um und der ist immer noch genauso wie vorher.
Solide Eiche, kein Problem mit Furnieren....
Und von der Konstruktion unverwüstlich.
na dann zum frühen Morgen trage ich auch etwas dazu bei...
zum Thema Edelholzabbeizer. Aceton ist ja bekanntlich sehr effektiv, nur sehr flüchtig. Es gibt im Handel ein Verdickungsmittel,
welches flüssige Medien, hier das Aceton bindet. Es entsteht, wie beim fertigen Abbeizer ein Gel. Dieses kann dann aufgestrichen
werden ( metallfreien Pinsel ) und eine Folie auflegen. Andere Chemikalien werden auch mit diesen Mittel gebunden z.b. Ethanol,
Salmiak u.v.m.
Salmiak scheidet hier bei der Eiche aus. Störende dunkle Bereiche nach dem Entfernen können mit Zitronensäure behandelt werden.
Abschließend muss etwas mit entmineralisierten Wasser gespült werden.
ein link zum Verdickungsmittel: [Gäste sehen keine Links]
gute Nacht
Gruß Martin
Restaurator im Handwerk ``Holzobjekte`` / Flechtwerkgestalter
Hallo zusammen und ein freundliches Hallo in die Runde. Ich habe kürzlich einen kleinen Schrank erworben. Ich mag alte Sachen und Bastel viel mit Holz. Am liebsten mit Eiche. Ich bin aber bestimmt kein Fachmann was die Altersbestimmung des Schrankes angeht. Mich würde interessieren wie alt dieser ist und wozu er ursprünglich mal gedacht war bzw. verwendet wurde. Er ist eindeutig massiv aus Eiche. Boden und Rückwand sind aus dicken Eichenbrettern. Auf der Rückseite und Unterseite kann man noch...
Letzter Beitrag
Hab grade erste gesehen, dass ich gar kein Bild von den Zinken an der Seite eingestellt habe. Habe ich so vorher noch nie gesehen. Echt kleine Zinken die auch noch gekeilt wurden.
Hallo an alle, brauche wieder mal euer Schwarmwissen; habe ein Armband bekommen das aus massivem Silber ist ,dürfte vom Design her aus den 70er Jahren sein. auf dem Verschluss ist das Stück mit 800 und J C gestempelt. Gewicht ist ca. 110 Gramm,also relativ schwer . Länge ca .20 cm Kann eventuell jemand bestimmen welcher Hersteller sich hinter J C versteckt? Danke an alle. Messie
Letzter Beitrag
... dabei stand's schon im alten Rosenberg. Hätt* ich doch nur mal nachgeguckt. Des cendres sur ma tête.... m.
Hallo in die Runde ! Heute möchte ich mal wieder einen Fund vorstellen, zu dem ich mir ein wenig Hilfe / Expertise erhoffe... Und zwar handelt es sich um ein gut 93 cm langes, 9,5 cm hohes Holzobjekt. Von der Form her hätte ich zuerst gedacht es wäre etwas in Richtung Weberschiffchen... aber irgendwie kommt das nicht ganz hin. Wie dem auch sei, lassen wir die Bilder sprechen: Was mich irritiert sind die vielen Löcher, die von oben eingebracht sind. Dachte erst, da gehören vielleicht...
Letzter Beitrag
Aber jetzt finde ich, die Bootsform ist an sich schön und elegant – vielleicht schöner, als wenn da noch so finstere Männekes mit Speeren herumfuchteln würden? Da hast Du wohl Recht. Ist ja auch ein Prachtexemplar :grinning:
Hallo, Bin neu hier und habe direkt ein Anliegen . Ich habe 6 Stühle aus massivem Holz ohne Herstellermarke oder Stempel und bräuchte eure Expertise, woher diese stammen und wer sie hergestellt hat
Letzter Beitrag
PS: hab auch im Inneren unter der Sitzpolsterung geschaut, also einmal abgeschraubt. Nix gefunden
Also hier ein Teelöffel mit mir nun teilweise bekannt erscheinenden Punzen. Gravur: Übersicht über die Lage der Punzen:
Letzter Beitrag
hier gehört das letzte Bild, das MZ von 'kleiner Löffel 2.' nicht hin. Ja, ich hatte es eigentlich direkt gelöscht aber scheinbar ist das nicht durchgegangen. der 1. erste neue Löffel dagegen ist aus der Zeit nach dem 'Vieillard' - der Kopf der Minerva mit korinthischen Helm Ja, danke, das habe ich jetzt begriffen. Hat etwas gedauert :-) Gibt es bei dem Löffel einen Hinweis auf den Silbergehalt? edit: Ich ziehe die Frage zurück, hast du ja schon im anderen Thread beantwortet!
Also hier der zweite Teelöffel mit mir ebenfalls bekannt erscheinenden Punzen. Gravur: Ich lese SC
Letzter Beitrag
den Goldschmied, Silberschmied oder eben Löffelmacher, Besteckhersteller oder so ich leite das aber von einer vermutlich etwas späteren (waagerechten) Punze des Edmond Jamet vor 1838 hergestellt ? ja, danach gab es keine Garantiepunzen mehr Super, ja, das macht Sinn,danke!