Seite 1 von 1

Jørgen Jensen Kette aus Zinn putzen

Verfasst: Sonntag 29. März 2026, 16:32
von Gelegenheitssammler
Hallo allerseits,

kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich diese schöne Kette des dänischen Designers und Siberschmiedes Jørgen Jensen (1895-1966, Sohn von Georg Jensen) aus Zinn schonend reinigen kann? Sie hat meiner Ansicht nach etwas mehr Glanz verdient, soll aber auch nicht "funkeln".
Die Länge ist 40 cm und das Gewicht ca. 40g. Die Stempel sind Jørgen Jensen - Denmark - Pewter - 230.
[Gäste sehen keine Links]

Beste Grüße
20260329_161727.webp
20260329_161727.webp (167.84 KiB) 84 mal betrachtet
20260329_161743.webp
20260329_161743.webp (121.04 KiB) 84 mal betrachtet
20260329_161801.webp
20260329_161801.webp (222.3 KiB) 84 mal betrachtet

Jørgen Jensen Kette aus Zinn putzen

Verfasst: Sonntag 29. März 2026, 17:29
von nux
Hallo,

etwas diffizil so... sprich zum einen sehe ich nicht so wirklich was Du meinst, denn beim groß ansehen ist das blurry, unscharf. Vorne - hinten -?? einem da nur einen guu-Link hinzuwerfen, den man vllt. auch gerade noch so auch alleine könnte, zum selber rausfinden, weiß ja nicht... bisschen gezielter hätte das dürfen. Denn vor allem: was ist da drin? Glas oder Edel-/Schmucksteine? wie befestigt? geklebt, gefasst, eingegossen ...

... ist die Oberfläche satiniert, orientiert gebürstet oder war sie ursprünglich ganz glatt? war sie versiegelt oder ist das offen? das sollte man zuerst dazu wissen. Da steht es sei eine Art Amethyste ? [Gäste sehen keine Links]
Glaub ich eher nicht; gibt ja verschiedene Farben und sieht glasig aus - dort heißt es rhinestone = Bleikristallglas oder auch Strass® (der einst allg. Begriff des auf den Herrn Strass zurückgehende für erst natürliche und später synthetische und Glas-Simili-Steine/-Diamanten, von Swarovski als Marke vereinnahmt). Dazu eine gute Nahaufnahme, die eine gerichtete Textur zeigt [Gäste sehen keine Links] - blank war das also vermutlich nicht.

Ob es nass werden darf oder auch Ultraschallbad oder nicht = Profi in real zeigen/fragen. Generell aber schonmal: Finger weg von allem, was für Silber oder Messing bestimmt ist, das gibt zuallermeist Flecken.
Wenn das Ganze überhaupt nass werden darf: zuerst Reinigen. Heißes Spüli-Wasser tut es, keine (Zahn-)Bürstenaktionen an der Stelle, nach ! kurz einweichen kann man Partikelrückstände in Ritzen mit Papierspitzen ggf. mit ebenfalls angefeuchtetem Zahnstocherspitzchen ausputzen. Wenn nicht, dann nur mit Alkohol abreiben - wenn wiederum die Steine das zulassen.
Und dann scheiden sich die Geister 😉 - der eine schwört auf Mehl mit Essig-Paste (auftragen, 20 min einwirken bei Patina), abspülen, mit Flanellläppchen (nach-)polieren bis gewünschter Glanzgrad erreicht. Oder mit feiner Bürste oder Salz gerichtet polieren, wenn die Oberfläche Struktur hat (oder bekommen soll).

Das verwendete Zinn-Zeugs kann härter oder weich sein; da heißt es noch vorsichtiger beim Antesten was geht, damit es keine unerwünschten Schrammen bekommt. Bei der Großaufnahme oben sieht man das auch schon, dass es nicht unempfindlich ist. Kein Papier, weder Kosmetiktücher, noch Papiertaschentücher noch Küchenkrepp - feinste Holzanteile darin können auch schon kratzen... Wenn allerdings Textur erneuert werden oder unschön dunkle Patina runter soll, darf man auch nicht vor feinstem, dafür geeigneten Schleifpapier (>= 400, ganz blank 600er) zurückschrecken. Das ist bei einem solchen Stück aber filigran und wenn man keine Übung und Standlupe hat, auch besser einem Profi geben.

Und ja, es gibt auch Zinnpolituren - die sind i.A. aber für Gegenstände gedacht; da hieße es erst noch sich umsehen was, von wem und wie wo erhältlich. Bei anderen Metallpolituren - falls man bei starker Vergrauung diese andenkt - sollte man drauf achten, dass Zinn nicht ausgeschlossen wird; erst hinten kleine Probefläche machen. Wen(n) der Geruch (beim Tun) nicht stört und die Steine/Glas geklärt ist (hinterher entweder draußen auslüften lassen oder mehrfach waschen erforderlich), kann auch NevrD*ll testen - auf bleifreiem 97% Gebrauchszinn reicht bei mir leicht damit kurz abreiben / antrocknen lassen / auspolieren meist aus. Dabei kann man auch feine Microfaser (neues Tuch f. Glas) dann verwenden.

Grundsätzlich nicht auf eingecremter Haut tragen und an den Stellen auch keine Duftwässerchen auftragen; gerade bei Sonnenschutzprodukten kann es zu unerwünschten und nur schwer wieder entfernbaren Verfärbungen kommen

Hoffe, das waren genügend Warnhinweise - 🙂 - als bitte erst vorklären oder auch besser zeigen/beschreiben

Gruß
nux

Jørgen Jensen Kette aus Zinn putzen

Verfasst: Sonntag 29. März 2026, 19:47
von Heiner
Hallo Gelegenheitssammler, ich würde das Zinn an deiner Stelle überhaupt nicht putzen. Das soll so ;) .
Es wird niemals funkeln oder glänzen, das ist ja die Eigenschaft von Zinn. Der Kontrast zwischen dem dunkel-silbrig-matt-Grau des Metalls und den zarten Farbtönen der (vermutlich Glas-)Steine macht doch gerade den Charme des Zinnschmucks von Jørgen Jensen aus.

Hier [Gäste sehen keine Links] noch weitere Beispiele vom Modell 230, und die Zinnfarbe sieht für mich wie bei dir aus.

Ich hatte in jungen Jahren eine enganliegende Halskette/Collier Modell 57 (ohne jegliche Steine) → ggf. bitte im Link oben runterscrollen bis zum Armband (bracelet), bei dem in der Überschrift aber keine Modellnr. angegeben ist. Meine Kette war von Anfang an genau so matt grau wie das Armband und wie deine Kette.

Nur meine Meinung... :)