Hallo zusammen,
ich finde auch, da ist so eine Erinnerung an Jugendliteratur und Abenteuer drin, - vielleicht einer der stärkeren Aspekte des Bildes.
So Qualitätsfragen sind ja interessant, aber immer schwierig, - welcher Kategorie soll der Vorrang eingeräumt werden? usw. In Nostalgie, Story und evtl. (Wetter-)Dramatik gibt es vielleicht ein paar Pluspunkte. Aber was so etwas wie "Naturrichtiggkeit/technische Richtigkeit" angeht...

... Das hat ja so einen Beigeschmack von Pedanterie, aber für so ein spezifisches Fach-Genre wie Marinemalerei wäre das natürlich schon zentral.
Das ist schon sehr grob und husch-husch gemalt hier... Denke nicht, dass sich die Person auch nur irgendwie auskannte. Nur als Beispiel: Die Halteseile für die Masten, die Wanten, sind natürlich keinesfalls vor den Rahsegeln angeordnet, sondern dahinter und stützen die Masten seitlich und nach vorn ab,.. und bei der eh schon unklaren Sitation des/der hinteren Mastes(n) sind im unteren Bereich noch ein paar gar nicht zuordbare Segel hineingezaubert. (KI gab es also schon im 20. Jht..

) Schwer zu glauben, dass da an eine spezielle Takelungsart wie Brigantine, Vollschiff oder was auch immer gedacht wurde. Nur mal ein mögliches Vergleichsfoto:
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Denke ebenfalls, dass wir hier im Bereich der Souvenir-Malerei sind. Auch das Motiv ist ja sehr typisch, mit dem Windjammer in starker Untersicht, hatten wir ja hier schon einige Male. Für mich eher 60er/70er als früher.
Also, ich möchte das eigentlich gar nicht schlecht reden, nur ein bisschen ins Verhältnis setzen. In den gesetzten Grenzen ja schon ein wirkungsvolles Bild, an dem man sich erfreuen kann:-)
Gruß, thal