Hallo allerseits,
heute mal wieder etwas altes mit einer neuen Idee aufgewärmt.
Durch den Hinweis eines Fachmenschen für Lampen aus Deutschland bin ich auf folgende Quellen gestoßen, die vielleicht erklären, warum der eine Lampenschirm nie lackiert war (s.o.).
Im Lampenschirm befand sich eventuell ein "Tageslichtreflektor aus verspiegeltem Kristallglas". Wie für dieses Modell in der Zeitschrift Helios Nr. 10 von 1938 erwähnt.
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Einen weitere Hinweis auf den Tageslichtreflektor in Lampen von Nova Lux gibt es in der Münchener medizinischen Wochenschrift vom 30.08.1935, S. 1407f. Hier handelt es sich um eine Mikroskopierlampe mit "tageslichtähnlichem Spektrum". Der innere Glasspiegel ist mit reinem Silber hinterlegt und blau gefärbt, wodurch das Licht eine tageslichtähnliche Färbung erhält. Im dargestellten Schnitt ist ein deutlicher Unterschied zu meiner Lampe erkennbar, aber vielleicht haben die Erfahrungen mit dieser Technik Nova Lux dazu geführt, die Technik auch in anderen Lampen anzuwenden.
Hier werden diese Tageslichtlampen mehrfach beworben.
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Hier werden sie als Schreibtischleuten beschrieben.
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Die Firma hatte wohl seit 1931 ein Patent auf Tageslichtreflektoren aus Glas, wenn ich den Textausschnitt richtig deute.
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Meine Leuchte ist mittlerweile mit einer LED-Lampe mit Reflektor ausgestattet und bleibt natürlich unlackiert.
Beste Grüße

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